Die Wanderausstellung bringt das Ausbauprojekt S-Bahn Köln direkt zu den Menschen. Bis zum 29. April gastiert die Ausstellung im Kreishaus Euskirchen (Bild: NVR)

Ausstellung zum Ausbau der S-Bahn Köln in Euskirchen eröffnet

Bis zum 29. April können sich Bürger im Kreishaus Euskirchen über den geplanten Ausbau der Eifelstrecken für den elektrischen S-Bahn-Betrieb informieren. Mit einer Mischung aus Texten, Videos und Grafiken informiert die Ausstellung über verschiedene Aspekte der Ausbauprojekte im Knoten Köln: von der Dimension über den aktuellen Stand der Planungen bis hin zum Umwelt- und Klimaschutz. 

Teil des Gesamtprojekts sind die Elektrifizierung sowie der weitere Ausbau der Eifelstrecken. Konkret geht es dabei um die Eifelstrecke von Hürth-Kalscheuren über Kall bis zur Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz, die Voreifelbahn zwischen Bonn und Euskirchen und die Erfttalbahn zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel. Insgesamt 127 Kilometer Strecke werden bis zur Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz mit einer Oberleitung ausgestattet. So werden auf der Strecke in Zukunft saubere Elektrozüge unterwegs sein. Der Streckenabschnitt zwischen Kall und Köln Hauptbahnhof wird nach weiteren Ausbaumaßnahmen zukünftig als S 15 in das S-Bahn-Netz Köln integriert. Die in Zukunft elektrische S 23 wird von Bonn Hauptbahnhof beziehungsweise Bonn-Mehlem aus über Euskirchen bis nach Bad Münstereifel verkehren. Zudem werden die beiden Linien nach dem weiteren Ausbau den Fahrgästen in deutlich dichterem Takt zur Verfügung stehen.

Möglich macht die baldige Elektrifizierung, für die Baukosten in Höhe von 400 Millionen Euro veranschlagt werden, eine Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Maßnahme ist bereits im Bundesprogramm des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) zur Förderung angemeldet und kann mit bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten seitens des Bundes gefördert werden. Hinzu kommt die ergänzende Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Ausbauplanungen auf den Eifelstrecken werden parallel zur Beseitigung der dortigen Hochwasserschäden vorangetrieben, die aktuell die höchste Priorität hat. So konnte die Bahn ihren Betrieb am 23. April 2022 auf der Eifelstrecke zwischen Euskirchen und Mechernich wieder aufnehmen. Noch diesen Sommer soll auch der Abschnitt zwischen Mechernich und Kall wieder befahrbar sein. Auch auf dem noch ausstehenden Abschnitt der Voreifelbahn zwischen Euskirchen und Rheinbach sollen die Züge ab dem 01. Mai 2022 wieder rollen. Bis Ende 2023 sollen alle Schäden so weit beseitigt sein, sodass auf den Eifelstrecken wieder ein durchgängiger Bahnverkehr möglich sein wird.

Es ist geplant, dass die Ausstellung demnächst auch in der Nordeifel präsentiert wird. Details können in Kürze auf der Projektwebseite www.sbahnkoeln.de nachgelesen werden.

Quelle: Nahverkehr Rheinland

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