Autonome Szenarien für das Jahr 2045

Spätestens seit dem UITP Summit 2025 in Hamburg kommt Dynamik ins Thema autonomes Fahren – erste Regelbetriebe in Modellregionen stehen vor dem Start. Die neue Studie „Autonomes Fahren – Schlüssel zur Mobilität von Morgen“ von DB Regio, Ioki, KIT, DLR und Prognos analysiert vor diesem Hintergrund in drei Szenarien, welche Rolle autonome Level-4-Fahrzeuge im Jahr 2045 spielen könnten.

Auf dem UITP Summit in Hamburg herrschte im Juni 2025 so etwas wie lang erwartete Aufbruchsstimmung: Volkswagen zeigte die „Serienversion“ seines ID Buzz für Moia und der VDV rechnete eifrig die Kosten für ein „Deutschlandprojekt autonomes Fahren“ auf rund drei Milliarden Euro hoch. Zudem kündigte die Hamburger Hochbahn ihr „3 plus 3 Projekt“ für Robi-Taxis, -Shuttles und -busse an, das nach den Pilotprojekten „Heat“ und „Alike“ endlich ernst machen soll für den ÖPNV. Um diese Stimmung in die Realität zu transformieren, braucht es neben Serientechnik und viel Geld aber auch Modellregionen, auf die sich Geld, Technik und Forschung fokussieren.

Auf der IAA Mobility in München wurde dann auch im September 2025 mit „MCube“ der erste Schritt zu einer Definition dieser Modellregionen und der Projektbeteiligten getan. Ministerpräsident Markus Söder ließ es sich nicht nehmen, das Ziel der Beratungen im „vertraulichen Rahmen“ so zusammenzufassen: „Ziel sind 20.000 autonome Shuttles und 5.000 autonome Busse in einer vernetzten Struktur von ÖPNV und On-Demand-Verkehr.“ Hinter den Kulissen wird seither heftig diskutiert, wer hier den Zuschlag bekommen könnte – neben Fördergeldern winkt auch einiges an internationalem Prestige. Auf der „Mobility Move“ des VDV in Berlin wird dieses Thema Inhalt eines Workshops am ersten Tag sein – man darf gespannt sein, ob es dann heißen wird: „And the winner is…“

Basis-Szenario soll das Jahr 2045 ausloten

Zurück zur Studie: Diese soll einen Beitrag zur wissenschaftlichen Beantwortung der Frage leisten, wie die Technologie des autonomen Fahrens in Deutschland eingesetzt werden kann, „sodass alle Menschen davon profitieren und ein hoher gesellschaftlicher Nutzen entsteht.“ Und das nicht mit autonomen Pkw (die laut der Studie auch nicht so bald verfügbar sein werden), sondern mit dem ÖPNV und Robo-Shuttles sowie -Bussen. Betrachtet wird dabei ein „eingeschwungener Zustand“ im Jahr 2045 – also ein stabiles Mobilitätssystem nach der erhofften Marktdurchdringung autonomer Technologien. Immerhin rechnet der VDV ab 2029 mit typgeprüften Robo-Shuttles und nach 2032 mit autonomen Großbussen.

Den gesamten Beitrag finden Sie in der neuen Ausgabe der NahverkehrsPraxis: 03/2026.

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