Es ist so weit: Die BVG hat die Zulassung für die neue Straßenbahngeneration Urbanliner erhalten. Die zuständige Technische Aufsichtsbehörde (TAB) hat für das erste Fahrzeug die Inbetriebnahmegenehmigung erteilt. Ab Mitte Juli profitieren zunächst die Fahrgäste der Tramlinie M4 von den 50 Meter langen Neuwagen, die mehr Platz und Komfort bieten.
Bis zum offiziellen Fahrgasteinsatz Mitte Juli laufen die finalen Vorbereitungen auf Hochtouren. Ab dem 8. Juli sind Test- und Schulungsfahrten geplant. Damit wird der Urbanliner bereits in der kommenden Woche im Berliner Netz zu sehen sein.
Parallel schreitet auch die Zulassung weiterer Fahrzeuge voran. Noch in diesem Jahr soll die Flotte, die auf der M4 verkehren wird, auf rund 15 Fahrzeuge anwachsen und sich bis voraussichtlich 2028 nochmals verdoppeln.
Vorausgegangen war ein umfangreiches Zulassungs- und Genehmigungsverfahren, wie es für neue Fahrzeugtypen üblich ist. Dabei gilt bei Zulassungsverfahren grundsätzlich: Jedes Fahrzeug wird einzeln und pro Linie zugelassen. Das Genehmigungsverfahren für den Urbanliner bezieht sich auf die Linie M4, da die Fahrzeuge der neuen Tramgeneration dort eingesetzt werden. Perspektivisch ist der Einsatz der neuen Trams auch auf anderen Linien denkbar.
Im Verfahren waren für die Linienzulassung auf der M4 noch punktuelle Anpassungen an der Infrastruktur im Bereich Alexanderplatz erforderlich. Dort wurden nach statischen Nachberechnungen zwei zusätzliche Stützen im U-Bahn-Tunnel eingebaut, um auch ein höheres rechnerisches Belastungsszenario zusätzlich abzusichern. Alle angekündigten Maßnahmen – von den Nachberechnungen bis zu den baulichen Anpassungen – wurden vollständig und wie vorgesehen umgesetzt.









