HOCHBAHN verfolgt bisher größte Investitionsoffensive

Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) hält Hamburg mobil. Mit über 552 Millionen Fahrgästen im Jahr 2025 bleibt die Nachfrage beim zweitgrößten deutschen Nahverkehrsunternehmen auf einem historischen Höchststand. Damit das Mobilitätsangebot auch weiterhin den Anforderungen eines zukunftsfähigen und leistungsfähigen ÖPNV standhält, investiert die HOCHBAHN konsequent in ihre Zukunftsprojekte. Im vergangenen Jahr ist die Rekordsumme von 938,5 Millionen Euro an Bruttoinvestitionen geflossen. Mehr als die Hälfte der Summe entfiel auf den U-Bahn-Neubau (322 Millionen Euro) sowie die Anschaffung der neuen Fahrzeuggeneration DT6 (260 Millionen Euro). Im Bus-Bereich, für den insgesamt 180,6 Millionen Euro aufgewendet wurden, stand die Elektrifizierung von Busflotte und Infrastruktur im Fokus.

Die HOCHBAHN hat ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr auf 675,4 Millionen Euro steigern können und verzeichnet damit ein Plus von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während das Umsatzwachstum positiv ins Gewicht fällt, sah sich die HOCHBAHN auch 2025 steigenden Kosten für Personal, Energie und Instandhaltung gegenüber. Insgesamt lag der Ausgleichsbetrag der Freien und Hansestadt Hamburg für das Jahr 2025 bei 316,2 Millionen Euro und fiel damit um 61,7 Millionen Euro besser als im Vorjahr prognostiziert aus. Zu berücksichtigen ist, dass in die Bilanz erstmalig das Jahresergebnis der Unternehmenstochter HADAG eingeflossen ist. Abzüglich der hieraus übernommenen -19,2 Millionen Euro beträgt der Ausgleichsbetrag 297,1 Millionen Euro. Damit bleibt dieser im dritten Jahr in Folge auf einem ähnlichen Niveau.

Resilientes Unternehmen: Steigerung der Krisenfähigkeit

In den vergangenen Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für Betreiber kritischer Infrastruktur grundlegend geändert. Geopolitische Spannungen, hybride Bedrohungen, Cyberattacken, aber auch Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur und auch zunehmende Auswirkungen von Extremwetterereignissen zeigen, dass das Risiko außergewöhnlicher Störungen gestiegen ist. Als systemrelevantes Unternehmen trägt die HOCHBAHN eine besondere Verantwortung für die Mobilität der Menschen und die Funktionsfähigkeit der Region. Deshalb stärkt sie ihre Resilienz – also die Fähigkeit, auf Krisen vorbereitet zu sein, Störungen möglichst zu vermeiden und den Betrieb auch unter außergewöhnlichen Bedingungen schnell und zuverlässig aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Das Ziel ist es nicht, auf eine einzelne Bedrohung zu reagieren, sondern die Organisation insgesamt widerstandsfähiger zu machen. Denn Vorsorge ist heute ein wesentlicher Bestandteil verantwortungsvoller Unternehmensführung.

Die wichtigsten Investitions- und Zukunftsprojekte im Überblick

Die HOCHBAHN investiert weiter in den Ausbau und die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs. Zu den wichtigsten Projekten zählen der Bau der U5, die Verlängerung der U4 sowie die Einführung der neuen U-Bahn-Generation DT6. Parallel treibt das Unternehmen die Automatisierung des U-Bahn-Betriebs voran und baut das Netz barrierefrei aus. Im Busverkehr stehen die Elektrifizierung der Flotte, der Ausbau der Ladeinfrastruktur und neue E-Busbetriebshöfe im Fokus. Ergänzt wird die Zukunftsstrategie durch die Modernisierung zentraler Busanlagen und die Erprobung autonomer Shuttlefahrzeuge. Ziel ist ein leistungsfähiger, digitaler und klimafreundlicher Nahverkehr.

Fahrgäste im Fokus: Digitale Services, Qualität und Sicherheit

Um den Anforderungen ihrer 552 Millionen Fahrgäste gerecht zu werden, investiert die HOCHBAHN nicht nur in den Infrastrukturausbau, sondern auch in digitale Services, Qualität und Sicherheit. So wurde Ende Juni 2026 StadtRAD Hamburg in die hvv switch App integriert, die inzwischen mehr als zwei Millionen Registrierungen zählt. Zudem testet das Unternehmen auf der U3 ein QR-Code-System für Verschmutzungsmeldungen, um die Sauberkeit weiter zu verbessern.

Auch das Sicherheitsgefühl im ÖPNV soll gestärkt werden. Dafür baut die HOCHBAHN-WACHE ihr Personal weiter aus und setzt seit 2025 Bodycams ein. Ergänzend sollen Kooperationen wie die „Allianz Sicherer Hauptbahnhof“ sowie der Einsatz Künstlicher Intelligenz – etwa zur Erkennung sicherheitsrelevanter Muster in Videobildern – die Sicherheit und Aufenthaltsqualität nachhaltig verbessern.

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