Die Straßenbahnlinien 5 (ab Worzeldorfer Straße) und 11 (ab Gibitzenhof) können jetzt wieder auch den letzten Abschnitt bedienen: Ab dem 15. Juli 2026 Betriebsbeginn fahren sie ab Hauptbahnhof bis zur Endstation Tiergarten. Damit sind alle Hitzeschäden im Liniennetz der Straßenbahnlinien der VAG Nürnberg, die am Samstag, 27. Juni 2026 am späten Nachmittag in einer Kettenreaktion entstanden sind, behoben. Ab Mittwoch können auch wieder Fahrten mit historischen Straßenbahnen des Vereins Nürnberg-Fürther Straßenbahnfreunde stattfinden.
Mit Blick auf die vergangenen gut zwei Wochen sieht Tim Dahlmann-Resing, Sprecher des Vorstandes der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg, die Notwendigkeit, sich noch stärker auf Klimaextreme einzustellen. „Wir waren auch vor dem Ereignis schon an der Thematik dran. Wir sind beispielsweise bereits mit einer Technischen Hochschule im Gespräch gewesen, um hitzebeständigere Materialien auch für den Gleisbereich zu finden, eben als Ersatz für das bisher verbaute Bitumen.“
Ende vergangener Woche wurde eine Dienstanweisung fertig, die die Thematik Bitumenschäden explizit zum Gegenstand hat. Sie sieht verschiedene Warnstufen vor. Bei bestimmten heißen Temperaturen sind Streckenbegehungen vorgesehen, insbesondere der kritischen Wendeschleifen oder von Bereichen, wo sich die Straßenbahnen mit dem Individualverkehr den Straßenraum teilen.
Die Dienstanweisung definiert für Hitzeereignisse beispielsweise, dass vorsorglich Sand oder Kalkmilch auf die Bitumenstreifen längs der Schienen gestreut oder aufgetragen wird. Dies in der Hoffnung, einmal das Anhaften der Bitumenmasse zu verhindern beziehungsweise durch die Reflektion der Kalkmilch die Temperatur etwas niedriger zu halten. Ob auch ein Wässern von Streckenabschnitten eine Option ist, wird geklärt.









