Ob in Fahrzeugen oder an Haltestellen – Sauberkeit ist ein Thema, das alle angeht. Für die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) ist sie zugleich eine tägliche Aufgabe: Jedes Jahr verursacht die Reinigung von Bussen, Bahnen und Haltestellen einen erheblichen personellen, organisatorischen und finanziellen Aufwand. Um Fahrgäste weiter für einen achtsamen Umgang mit dem gemeinsamen öffentlichen Raum zu sensibilisieren, startet die rnv nun die innovative Sauberkeitskampagne „Mission: Sauber“.
Bei der Ausgestaltung der Kampagne hat sich die rnv für ein ungewöhnliches und zugleich niedrigschwelliges Konzept entschieden. Statt ausschließlich auf klassische Plakate und Hinweise zu setzen, basiert „Mission: Sauber“ auf spielerischen Elementen, die zum Mitmachen animieren. Ein in Eigenregie programmiertes Spiel im Arcade-Stil macht erlebbar, wie schnell aus einzelnen Verpackungen, Bechern oder achtlos weggeworfenem Abfall ein größeres Problem werden kann – und wie wichtig das Verhalten jedes Einzelnen für saubere Fahrzeuge und Haltestellen ist.
Wie groß der Aufwand im Hintergrund ist, zeigen Zahlen aus dem Reinigungsbetrieb der rnv: Rund 13.500 Stunden Reinigungsarbeit fallen pro Jahr an Fahrzeugen und Haltestellen an. Eine gründliche Reinigung einer Haltestelle kann bis zu zwei Stunden dauern, eine Bahnreinigung im Durchschnitt rund 47 Minuten. Hinzu kommen tägliche Reinigungsleistungen in den Fahrzeugen an Endstellen sowie die nächtliche Reinigung auf den Betriebshöfen. „Mission: Sauber“ übersetzt diesen Aufwand bewusst in ein interaktives Format – nicht belehrend, sondern mit einem Augenzwinkern und dem Ziel, Aufmerksamkeit für ein sehr reales Alltagsthema zu schaffen.
Ebenfalls wird innerhalb des Spiels auf die Funktion des rnv-Scouts in der Start.Info-App verlinkt. Mit diesem Tool können Fahrgäste Mängel verschiedenster Art melden – darunter Verschmutzungen, Vandalismus, defekte Anzeigen oder beschädigte Haltestellenunterstände. Die Hinweise landen direkt bei den zuständigen rnv-Teams und helfen dabei, Probleme schneller zu erkennen und gezielter zu beheben. „Mit Mission: Sauber möchten wir nicht mit erhobenem Zeigefinger auftreten, sondern alle einladen, mitzumachen und Teil der Lösung zu sein. Unsere Fahrgäste sind täglich im gesamten Netz unterwegs – weit mehr, als wir es jemals gleichzeitig sein können. Sie sind deshalb wichtige Augen und Ohren im System. Ein sauberer ÖPNV fühlt sich gut und sicher an“, sagt Martin in der Beek, technischer Geschäftsführer der rnv. Die Sauberkeitskampagne wurde durch Upper, ein Projekt der Europäischen Union, gefördert.









