Ein Jahr nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zur nachhaltigen Verbesserung der Sicherheit und Aufenthaltsqualität am Frankfurter Hauptbahnhof, im Bahnhofsumfeld sowie an weiteren wichtigen ÖPNV-Knotenpunkten in Frankfurt (Konstabler- und Hauptwache sowie am Bahnhof Frankfurt-Höchst) ziehen die Deutsche Bahn (DB), die Stadt Frankfurt am Main, die Landes- und die Bundespolizei sowie die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) ein positives Fazit. Die Ordnungspartnerschaft ist ein überzeugendes Erfolgsprojekt für mehr Sicherheit und behörden- und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit.
In den vergangenen zwölf Monaten intensivierten die Partner nochmals die Zusammenarbeit und den Austausch, um wirksamer gegen Ordnungswidrigkeiten und Kriminalität vorzugehen. Ein zentraler Bestandteil sind gemeinsame Sicherheitsstreifen an Bahnhöfen und in deren Umfeld, um dauerhaft sichtbar Präsenz zu zeigen. Eine enge Vernetzung ermöglicht einen schnelleren Austausch mit kurzen Abstimmungswegen. So führen die Partner Erkenntnisse aus verschiedenen Zuständigkeitsbereichen schnell zusammen und stimmen Maßnahmen unmittelbar miteinander ab. Dadurch sind beispielsweise auch eine konsequentere Ahndung und Durchsetzung bestehender Aufenthaltsverbotsverfügungen möglich. Das Ergebnis: Die Partner verzeichnen einen deutlichen Rückgang der Fallzahlen im Bereich der Eigentumskriminalität (beispielsweise bei Taschen- und Trickdiebstählen, Fahrraddiebstählen sowie Kfz-Delikten).
Ein besonderer Schwerpunkt der Polizei Frankfurt und der Stadtpolizei liegt auf der konsequenten Durchsetzung der Gefahrenabwehrverordnung. Hierbei gehen sie insbesondere gegen unerlaubtes Lagern, wildes Urinieren sowie den Konsum von Betäubungsmitteln im öffentlichen Raum vor. Zudem setzen die Partner Maßnahmen zur Vermeidung von Verschmutzungen im öffentlichen Raum sowie zur Durchsetzung des Alkoholverbots an den Zugängen zu den unterirdischen Anlagen der Bahn und in den B- und C-Ebenen der Verkehrsstationen um. Zwei konkrete Beispiele hierfür sind:
In den Abgängen vom Bahnhofsviertel zur B-Ebene des Hauptbahnhofs halten sich sowohl Personen aus der Dealer- als auch der Konsumentenszene auf, die das Sicherheitsempfinden der Reisenden beeinträchtigen. Durch intensive Kontrollen und verstärkte Bestreifungen verbesserte die Polizei Frankfurt die Situation an den Abgängen „Kaisertor“ und „Münchener Straße“ sichtbar. Die Beschwerdelage für diese Örtlichkeiten ging daraufhin deutlich zurück.
Ein weiteres Beispiel ist die Trinkerszene im Bereich Elbe-/ Kaiserstraße, die für viele Verstöße im Bereich Kleinabfälle verantwortlich war. Hier konnten durch die Arbeit der Stadtpolizei weitere Verbesserungen erzielt werden: Bettelei und Lagern in der Kaiserstraße sind aufgrund der hohen Streifenfrequenz rückläufig. Auch die zahlreich durchgeführten Kiosk-Kontrollen führen zu einem positiven Effekt, insbesondere was den Verkauf von illegalen Nikotinprodukten sowie Getränken ohne Pfandsiegel angeht.
Darüber hinaus wurden weitere Maßnahmen ergriffen: Neben der konsequenten Umsetzung der Waffenverbotszone gilt ab dem 15. Oktober auch an allen Stationen der DB ein Alkoholverbot. Ende Juni wurde ein Teil der modernisierten B-Ebene eröffnet. Sie ist nun deutlich heller und offener. Auch das erweiterte Ladenangebot erhöht die Aufenthaltsqualität und stärkt das Sicherheitsgefühl der Besucher.









