Stadler verzeichnet deutlich mehr Umsatz und höhere EBIT-Marge

Stadler konnte die positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2025 im abgeschlossenen ersten Halbjahr 2026 weiter bestätigen. Der Umsatz stieg um 40 Prozent auf CHF 2,0 Milliarden – gegenüber CHF 1,4 Milliarden im ersten Halbjahr 2025. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 2,6 Prozent um 1,4 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent. Mit CHF 2,7 Milliarden war der Auftragseingang ebenfalls sehr hoch. Der Auftragsbestand erreichte mit CHF 33,3 Milliarden einen Höchststand.

Vor diesem Hintergrund und aufgrund der branchenüblich höheren Anzahl an Fahrzeugauslieferungen in der zweiten Jahreshälfte bestätigt Stadler den Ausblick. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von deutlich über CHF 5 Milliarden und eine EBIT-Marge von über 5 Prozent.

40 Prozent mehr Umsatz in den ersten sechs Monaten 2026

Der Umsatz belief sich auf CHF 2,0 Milliarden und konnte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 40 Prozent gesteigert werden. Hauptgrund dafür waren die Auslieferung zahlreicher Fahrzeuge im ersten Halbjahr 2026 und die hohe Produktionsleistung im Vorjahr. In den vergangenen Jahren hat Stadler aufgrund des anhaltend hohen Auftragseingangs gezielt in seine Werke investiert und die Produktionskapazitäten ausgebaut. Diese Investitionen zeigen jetzt zunehmend Wirkung.

EBIT: Deutlich verbesserte Profitabilität

Die Profitabilität verbesserte sich ebenfalls deutlich. Der EBIT lag bei CHF 79,5 Millionen und konnte damit um CHF 43 Millionen gesteigert werden (H1 2025: CHF 36,9 Millionen). Mit 4,0 Prozent ist auch die EBIT-Marge stark gestiegen (H1 2025: 2,6 Prozent). Das Konzernergebnis fiel mit CHF 31,2 Millionen ebenfalls höher aus als in der Vorjahresperiode (H1 2025: CHF 30,9 Millionen).

Umweltkatastrophe von Valencia wirkt weiterhin nach

Die Umweltkatastrophe in Valencia vom Oktober 2024 wirkt sich weiterhin negativ auf das Ergebnis aus. Stadler konnte mit einem Aufholprogramm die Lieferketten inzwischen weitgehend stabilisieren, Produktionsprozesse anpassen und neue Zulieferer gewinnen. Die durch die Überschwemmungen entstandenen Folgen für die Kosten und Rückstände bei der Auslieferung von Fahrzeugen werden jedoch bis ins Jahr 2027 spürbar bleiben.

Großaufträge für S-Bahn und U-Bahn Berlin

Neben den Folgen der Unwetterkatastrophe belastet das schwierige wirtschaftliche Umfeld in Deutschland das Konzernergebnis weiterhin. Stadler setzt seit Anfang 2025 am Standort Berlin ein Effizienzsteigerungsprogramm um. Die eingeleiteten Maßnahmen zeigen laut Unternehmen Wirkung.

Zusätzlich sorgt der Zuschlag für die S-Bahn Berlin im Juli 2026 für eine langfristige Auslastung des Stadler-Werks in Berlin-Pankow. Der Großauftrag, den Stadler im Konsortium mit Siemens und der Deutschen Bahn umsetzt, umfasst für Stadler die Lieferung von 350 neuen vierteiligen S-Bahn-Zügen sowie die Wartung über 30 Jahre. Die Züge werden im Berliner Werk gebaut. Ebenfalls im Juli bestellten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) 166 zusätzliche Wagen für das Großprofilnetz der Berliner U-Bahn.

Stadler bestätigt Ausblick

Aufgrund der starken Marktposition und der positiven Geschäftsentwicklung bestätigt Stadler seinen zum Jahresabschluss Mitte März 2026 kommunizierten Ausblick.

Für das Geschäftsjahr 2026 und die folgenden Jahre erwartet Stadler einen Umsatz von deutlich über CHF 5 Milliarden. Dank des guten Auftragseingangs und Auftragsbestands, des erhöhten Produktionsoutputs und des in Deutschland eingeleiteten Effizienzsteigerungsprogramms wird für 2026 eine EBIT-Marge von über 5 Prozent erwartet.

Bei stabilen Lieferketten erwartet Stadler, die EBIT-Marge mittelfristig auf 6 bis 8 Prozent steigern zu können, bei einem konstanten Umsatz von über CHF 5 Milliarden. Die mittelfristige Prognose wird damit unverändert bestätigt.

Quelle: Stadler

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