Viele Verkehrsunternehmen zielen mit Account-based Ticketing (ABT) primär auf Gelegenheitsfahrer. Doch ABT kann nicht nur ihnen den ÖPNV-Zugang einfacher machen, sondern praktisch allen Zielgruppen. Denn es ist nicht nur ein Ticketingverfahren, sondern eine flexible Vertriebsarchitektur.
„Account -based Ticketing“ (ABT) ist international längst ein Erfolgsmodell. Jetzt entdecken es auch immer mehr deutsche Verkehrsunternehmen für sich und starten Pilotprojekte. Dabei zielen sie häufig auf die Zielgruppen der Gelegenheitsfahrer sowie der Touristinnen und Touristen ab. Und das mit gutem Grund, denn ABT macht ihnen die Nutzung des ÖPNV so einfach wie nie. Sie müssen lediglich noch eine Bankkarte oder ein Smartphone an den Validator halten, einsteigen und losfahren. Die Abrechnung erfolgt automatisch im Hintergrund und im Idealfall sorgt eine Bestpreislogik dafür, dass sie stets den günstigsten verfügbaren Fahrpreis erhalten. Sie benötigen kein Ticket, sondern nur ein Medium, das sie in der Regel ohnehin schon bei sich tragen. Sie brauchen kein Bargeld, müssen keine App herunterladen und sich auch nicht mit Tarifstrukturen herumschlagen.
ABT vereinfacht den Zugang für alle Zielgruppen Was vielen Verkehrsunternehmen aber vielleicht gar nicht bewusst ist: Account-based Ticketing vereinfacht die Nutzung des ÖPNV für praktisch alle Zielgruppen. Möglich wird das durch den grundlegenden Ansatz, die Fahrberechtigung vom Ticket in ein zentrales Hintergrundsystem zu verlagern: Medien wie Bankkarten oder Smartphones dienen lediglich noch als Identifikationsmedien und verweisen auf ein zentrales Konto (Account) im Hintergrund. Über dieses Konto werden dann die Berechtigungen geprüft und die Fahrkosten abgerechnet. Der ABT-Ansatz beschränkt sich dabei nicht auf Check-in-/ Check-out-Verfahren. Vielmehr lässt sich dieselbe Architektur auf unterschiedliche Produkte und Vertriebskanäle übertragen. Bankkarten, Chipkarten oder Smartphones dienen als Identifikatoren und verweisen auf Zeitfahrkarten, Abonnements oder andere Fahrberechtigungen, die sich in den Konten im Hintergrundsystem befinden.
Den gesamten Beitrag finden Sie in der neuen Ausgabe der NahverkehrsPraxis: 07-08/2026.









