In ihrer Sitzung am 14. Dezember 2023 haben die Stadtverordneten der Stadt Frankfurt am Main den Beschluss gefasst, der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) erneut den Betrieb der U-Bahnen und Straßenbahn direkt zu übertragen. Der Beschluss tritt mit dem 1. Januar 2024 in Kraft.

Frankfurter Bahnen und Busse kommen voran auf dem Weg zurück zum Normalfahrplan

Der städtische Bahn- und Busverkehr in Frankfurt ist im Jahr 2025 weit vorangekommen auf dem Weg zurück zum Normalbetrieb. So konnte bei der U-Bahn der Stabilisierungsfahrplan beendet werden. Ergebnis ist ein Plus bei der Fahrgastzahl: „2025 haben 231,9 Millionen Fahrgäste den Frankfurter Nahverkehr genutzt“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Tom Reinhold, Geschäftsführer der städtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ. „Das ist für uns Auftrag und Maßstab zugleich: Trotz Fachkräftemangels und fahrzeugbedingter Ausfälle arbeiten wir beständig an konkreten Verbesserungen, denn der ÖPNV ist der Schlüssel für klimafreundliche Mobilität.“

Mit 231,9 Millionen Fahrgästen nutzten 800.000 mehr als im Vorjahr den städtischen Nahverkehr, ein Plus von 0,35 Prozent. Die Zahlen der Vor-Corona-Zeit sind damit fast wieder erreicht. traffiQ hat die Zahlen jetzt in ihrem Geschäftsbericht 2025 veröffentlicht. „In der Stadt Frankfurt sind über 775.000 Menschen zu Hause, und über 470.000 einpendelnde Erwerbstätige kommen täglich hinzu. Es gilt, möglichst viele von ihnen zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen“, sagt Reinhold.

Zuverlässigkeit steigt, Angebote werden vernetzt

Gemeinsam mit ihren Partnern hat die Aufgabenträgerorganisation daran gearbeitet, den öffentlichen Nahverkehr in Frankfurt am Main erneut leistungsfähiger, nachhaltiger und attraktiver zu machen:

Qualität im Betrieb: 2025 konnte der 2024 eingeführte Stabilisierungsfahrplan der U-Bahn wieder auf den Normalfahrplan umgestellt werden. Auf einigen Straßenbahnlinien gilt wegen technischer Fahrzeugprobleme weiter ein reduzierter Fahrplan. Die Kürzungen auf Buslinien wurden bedarfsgerecht angepasst.

Qualität durch Zuverlässigkeit: Die Zuverlässigkeit des Angebots für die Fahrgäste wurde deutlich besser. So fielen zum Beispiel im Monatsschnitt 121 U-Bahn-Fahrten aus, 2024 waren es 228 Ausfälle im Monatsschnitt.

Qualität durch Ausbau: Die Vorplanung für den viergleisigen Ausbau der Straßenbahnhaltestelle Hauptbahnhof, den traffiQ federführend leitete, wurde abgeschlossen. Das Projekt soll den wachsenden Kapazitätsanforderungen an den zentralen Verkehrsknotenpunkt gerecht werden.

Verbesserte Mobilität durch Vernetzung: Das On-Demand-Angebot Knut fährt seit Dezember 2025 über die Stadtgrenzen hinaus nach und in Bad Vilbel und stärkt so die vernetzte Mobilität in der Region. Ebenso baut traffiQ Mobilitätstationen, an denen Nutzerinnen und Nutzer Angebot von Bahn, Bus, E-Scooter-, Fahrrad- und Carsharing kombinieren können.

Umstieg auf nachhaltige Mobilität: Knapp 700 Frankfurter tauschten mit dem Angebot der Umweltprämie ihr Auto gegen ein Deutschland-Ticket für ein Jahr ein. Das Pilotprojekt Mitfahrplattform wurde ausgeweitet und realisierte mehr als 20.000 Mitfahrten.

Anteil von Bahn und Bus im Stadtverkehr soll erhöht werden

„traffiQ verfolgt konsequent die Ziele des Nahverkehrsplans 2025+, um die Verkehrswende in der wachsenden Stadt zu unterstützen“, unterstreicht Geschäftsführer Reinhold. „Das Angebot von Bahnen und Bussen soll nicht nur mitwachsen, sondern ihr Anteil am Modal Split soll perspektivisch erhöht werden“, also im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln. Das Rückgrat dafür bildet bereits jetzt ein dichtes Netz mit 806 Kilometern Liniennetz und 884 Haltestellen in Frankfurt am Main.

Der Qualitätsanspruch bleibt dafür zentral: Die Globalzufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer mit den Leistungen des Frankfurter ÖPNV liegt weiterhin über dem bundesweiten Branchendurchschnitt. 

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