Anlässlich des ersten Jahrestags der „Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene“ vom Bundesverkehrsministerium zieht das Bündnis Bahn für Alle eine erste Bilanz.
Carl Waßmuth, Sprecher von Bahn für Alle: „Die Agenda beinhaltet eine Analyse, drei Reform-Säulen, fünf Ziele und zehn Top-Maßnahmen. Leider wurden die Kunden dadurch bisher kaum zufriedengestellt. Die Pünktlichkeit ist zum Beispiel sogar gesunken. Die Generalsanierungen halten nicht ansatzweise, was versprochen wurde. Und für den Ausbau der Schiene fehlt weiterhin eine solide, dauerhaft planbare Finanzierung.“
Positiv wertet das Bündnis, dass die Familienreservierung wieder eingeführt werden soll. Auch ein Bau- und Kostenüberblick von Stuttgart 21 war überfällig – nur fehlen dort bis jetzt die Konsequenzen. Die Verkleinerung des Managements soll begonnen haben, ob die Bahn damit effizienter wird, kann vom Bündnis noch nicht beurteilt werden. Bahn für Alle hat tabellarisch ausgewertet, was von der Agenda abgearbeitet wurde (siehe unten). Es wird ersichtlich, dass bisher so gut wie nichts passiert ist. Manches ist schlechter geworden oder konstant problematisch: Man denke nur an das Rolltreppen-Desaster oder die vielen, zum Teil unkoordinierten und oft mit Zeitverzug bestehenden Baustellen. Das Bündnis kommt zu dem Schluss, dass es viel zu tun gibt für den neuen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger.
Carl Waßmuth weiter: „Die Verkehrspolitik geht weiter in die falsche Richtung. Tankrabatte für CO2-Schleudern im Individualverkehr, aber das Deutschlandticket wegen hoher Spritpreise verteuern? Geht’s noch? Wir haben daher ein günstiges KlimaTicket als dauerhafte Lösung vorgeschlagen. Schluss mit dem Flickwerk!“
Bahn für Alle hatte vergangenes Jahr alternativ zur „Agenda“ das Konzept „Eine Zukunftsbahn für alle“ ausgearbeitet. Darin macht Bahn für Alle 70 konkrete Vorschläge in den vier Bereichen Steuerung durch die Politik, Umbau des DB-Konzerns, Infrastruktur sowie Verkehrsangebote: https://bahn-fuer-alle.de/wp-content/uploads/2025/09/zukunftsbahn_fuer_alle_2025_09_20.pdf









