Vergabe des ersten Ausrüstungsloses durch AFZS-Cluster Tübingen+

Einen wichtigen Schritt beim Aufbau seines regionalen Automatischen Fahrgastzählsystems (AFZS) hat das Cluster Tübingen+ erreicht:  Mit der Vergabe des ersten umfangreichen Ausrüstungsloses an die Bietergemeinschaft Dilax, Derovis und Iris wurde kürzlich einer der größten AFZS-Aufträge Deutschlands auf den Weg gebracht. Er umfasst die Ausstattung von über 1.300 Fahrzeugen mit Fahrgastzählsensoren einschließlich der erforderlichen Technik zur Datenübertragung. Eingebaut werden dabei autarke Zählsysteme, die unabhängig von vorhandener Fahrzeugtechnik betrieben und überwacht werden können.

Damit ist die Grundlage geschaffen, in den kommenden Monaten und Jahren einen Großteil der Busflotten in den elf zu diesem Cluster gehörenden Stadt- und Landkreisen sowie in vier weiteren Landkreisen aus Südbaden, die sich diesem Beschaffungsschritt angeschlossen hatten, mit AFZS-Technik auszurüsten.

Auch der Zuschlag für Los 2 zur Ausstattung von rund 300 weiteren Fahrzeugen mit bordrechnergesteuerten Fahrgastzählsystemen soll noch im Laufe dieses Jahres abgeschlossen werden. Das aus insgesamt drei Losen bestehende Vergabeverfahren soll final mit der Zuschlagserteilung für das AFZS-Hintergrundsystem, die zentrale Plattform für die Auswertung, Hochrechnung und Qualitätssicherung der Fahrgastdaten, Anfang 2027 abgeschlossen werden.

Für Bastian Goßner, Geschäftsführer der Ulmer Donau-Iller-Nahverkehrsverbund-GmbH (DING), bei der die Servicestelle für das AFZS-Cluster Tübingen+ als ausführendes Organ für die angeschlossenen Stadt- und Landkreise angesiedelt ist, wurde nun bereits ein wichtiger Meilenstein erreicht: „Dieser Schritt ist vor allem das Ergebnis einer gelungenen Kooperation und der fachlich hervorragenden Arbeit unseres AFZS-Teams.“

Die Servicestelle koordiniert aktuell nicht nur die Ausstattung mit Automatischen Fahrgastzählsystemen, sondern wird auch deren langfristigen Betrieb begleiten und sicherstellen.

„Mit Verkehrsverbünden, Verkehrsunternehmen, kommunalen Gebietskörperschaften, Regierungspräsidien und dem Land Baden-Württemberg sind zahlreiche Akteure in das Projekt eingebunden. Die erfolgreiche Umsetzung beruht auf einer intensiven Abstimmung und Koordination aller Beteiligten“, so Jonathan Lieb, der die Servicestelle führt.

Verbundchef Goßner schaut optimistisch auf die Zusammenarbeit mit der Bietergemeinschaft Dilax, Derovis und Iris: „Wir setzen auf eine langfristige und vertrauensvolle Partnerschaft mit drei am Markt etablierten Firmen.“ Die Berliner Unternehmen realisieren das Projekt in Kooperation und liefern eine ganzheitliche Systemlösung, bei der alle Komponenten nahtlos ineinandergreifen – von Zählsensoren über Datenrekorder bis zum Flottenmanagementsystem. Ergänzt wird die Lösung durch die Anbindung und Betreuung der relevanten Schnittstellen. So entsteht ein leistungsfähiges Gesamtsystem für präzise Fahrgastzählung und effizientes Flottenmanagement.

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