Stellvertretend für die rund 100.000 Busfahrerinnen und Busfahrer, die täglich auf deutschen Straßen im Einsatz sind, wurden in diesem Jahr fünf Fahrerinnen und Fahrer aus dem gesamten Bundesgebiet als „Lieblingsbusfahrer 2026“ prämiert.
Ausgezeichnet wurden Stefanie Kleen von J. Jacobs Verkehrsbetriebe in der Kategorie Schülerverkehr, Sven Leihener von den Wuppertaler Stadtwerken und Mehmet Yurtsever von der Verkehrsgesellschaft Bremerhaven in der Kategorie Alltagshelden, Michael Preuß von der Rostocker Straßenbahn in der Kategorie Außergewöhnliche Leistung sowie Antony Chandrasegaram von der LTB Bus Bocholt im Auftrag von FlixBus in der erstmals vergebenen Kategorie Fernbus. Der gemeinsam vom Fahrgastverband Pro Bahn, DB Regio, dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) getragene Wettbewerb rückt damit die Menschen am Steuer in den Mittelpunkt, die mit Freundlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Umsicht den Alltag der Fahrgäste vorbildlich prägen.
Aus mehr als 3.000 eingesendeten Geschichten und gemalten Bildern wählte eine vielfältig besetzte Jury zunächst 30 Busfahrer aus. Bei der Preisverleihung wurden die bundesweiten fünf Sieger gewürdigt. Die ausgezeichneten Geschichten zeigen beispielhaft, worauf es im Busalltag ankommt: Aufmerksamkeit, Fürsorge, Ruhe und Verantwortungsbewusstsein. Sie erzählen von Michael Preuß, der nach einem medizinischen Notfall an einer Haltestelle Erste Hilfe leistete, den Notruf veranlasste und bis zum Eintreffen des Rettungswagens bei der verletzten Frau blieb. Sie berichten von Stefanie Kleen, die den Schulbus mit klaren Regeln, großem Verantwortungsgefühl und zugewandter Autorität zu einem sicheren Ort für Kinder macht. Sie würdigen Sven Leihener, der einem blinden Mann über eine stark befahrene Straße half, Mehmet Yurtsever, dessen Freundlichkeit, Geduld und Aufmerksamkeit für viele Fahrgäste zu einem festen Lichtblick im Alltag geworden sind, sowie Antony Chandrasegaram, der bei starkem Schneefall und einem weitgehend lahmgelegten öffentlichen Nahverkehr in den Niederlanden gestrandete Reisende auf freien Plätzen seines Fernbusses mitnahm. Die vollständigen Siegergeschichten sind auf lieblingsbusfahrerIn.de nachzulesen.
Wettbewerb: Vielfalt der Branche sichtbar
Die diesjährigen Auszeichnungen zeigen erneut die ganze Breite und Vielfalt der Branche: von der Küste bis in den Süden, vom kommunalen Verkehrsunternehmen über Konzernunternehmen und private mittelständische Betriebe bis hin zum Fernbus. Die Auswahl steht für Männer und Frauen, für Zugewanderte und Ansässige, für Quereinsteiger ebenso wie für Fahrer mit klassischem Berufsweg. Die Einsendungen aus allen Teilen Deutschlands machen deutlich, wie groß der Respekt vieler Fahrgäste für die tägliche Leistung der Busfahrer ist.
Kategorien: Vier Kategorien geehrt
Im Jahr 2026 wurden die Auszeichnungen in vier Kategorien vergeben: Alltagshelden, präsentiert von MAN, Außergewöhnliche Leistung, präsentiert von Daimler Buses, Schülerverkehr, präsentiert von DEVK, und erstmals Fernbus, präsentiert von MAN. Mit der neuen Kategorie Fernbus wurde erstmals ein Bereich besonders gewürdigt, der für vernetzte Mobilität und Tourismus in Deutschland weiter an Bedeutung gewinnt.
Auswahl: 30 Nominierte bestimmt
Die Einsendungen sind Ausdruck echter Wertschätzung. Sie zeigen, wie breit das Leistungsspektrum des Fahrpersonals im Alltag ist: Hilfsbereitschaft, Umsicht und Souveränität in schwierigen Situationen ebenso wie Freundlichkeit, Ruhe und Verlässlichkeit im täglichen Einsatz. Traditionell werden mittlerweile die TOP 30 Lieblingsbusfahrer in ihren Regionen und Unternehmen geehrt. Darüber hinaus gibt es explizite regionale Auslobungen, etwa die der MVG aus München, des Rhein-Main-Verkehrsverbundes oder des Augsburger Verkehrsverbundes und vielen anderen, die ihre Lieblingsbusfahrer ehren.
Initiatoren: Respekt öffentlich machen
Jörg Bruchertseifer, Fahrgastverband Pro Bahn: „Busfahrerinnen und Busfahrer sind für viele Menschen weit mehr als nur diejenigen, die ein Fahrzeug lenken. Sie helfen, erklären, behalten in schwierigen Situationen die Ruhe und sorgen jeden Tag dafür, dass Menschen sicher ankommen. Mit dem Wettbewerb geben Fahrgäste dieser Leistung eine öffentliche Stimme.“
VDV-Präsident Ingo Wortmann: „Die eingesandten Geschichten zeigen sehr eindrucksvoll, wie prägend gutes Fahrpersonal für die Qualität des Busverkehrs ist. Busfahrerinnen und Busfahrer sichern Mobilität, Teilhabe und Verlässlichkeit im Alltag. Die große Resonanz mit mehr als 3.000 Einsendungen ist ein starkes Zeichen der Wertschätzung für einen Beruf, der für das Funktionieren unseres Landes unverzichtbar ist.“
Frederik Ley, Vorstand Straße, DB Regio AG: „Die Geschichten der Fahrgäste zeigen, wie aufmerksam Menschen die Arbeit des Fahrpersonals wahrnehmen. Freundlichkeit, Umsicht und Verantwortungsbewusstsein sind für die Qualität einer Fahrt von großer Bedeutung. Der Wettbewerb macht diese Leistung sichtbar und gibt den ausgezeichneten Fahrerinnen und Fahrern den Respekt, den sie verdienen.“
Kai Neumann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmen (bdo): „Mit der neuen Kategorie Fernbus wird 2026 erstmals auch ein Verkehrsbereich besonders gewürdigt, der für bezahlbare und vernetzte Mobilität in Deutschland eine wichtige Rolle spielt. Gerade im Fernbusverkehr sind Fahrerinnen und Fahrer für Sicherheit, Service und Verlässlichkeit von zentraler Bedeutung.“
Ausblick: Nächstes Wettbewerbsjahr läuft an
Neue Geschichten können bereits wieder eingereicht werden. Später eingehende Beiträge werden automatisch in die Auswertung für das kommende Wettbewerbsjahr aufgenommen. Der Wettbewerb „LieblingsbusfahrerIn“ ist eine gemeinsame Initiative des Fahrgastverbands Pro Bahn, DB Regio, bdo und VDV. Unterstützt wird er von MAN, Daimler Buses, KRAVAG und DEVK. Medienkooperationspartner ist der DVV. Der Startschuss für das Wettbewerbsjahr 2026 fiel bereits im März in München bei FlixBus mit Unterstützung der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG).









