BVG Aufsichtsrat stimmt Abruf neuer U-Bahnen mit CBTC-Technik zu

Der Aufsichtsrat der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hat in seiner heutigen Sitzung dem dritten Abruf neuer U-Bahn-Fahrzeuge der Baureihe J zugestimmt. Bestellt werden 166 zusätzliche Wagen für das Großprofilnetz. Die Fahrzeuge sind für den künftigen Einsatz auf den Linien U5 und U8 vorgesehen und werden bereits mit der digitalen Zugsicherungstechnologie CBTC (Communication-Based Train Control) ausgestattet. Das Investitionsvolumen beträgt rund 313 Millionen Euro.

CBTC ist ein modernes, funkbasiertes Zugsicherungssystem. Es ermöglicht eine kontinuierliche Kommunikation zwischen Fahrzeug und Infrastruktur. Dadurch können Züge künftig in kürzeren Abständen verkehren sowie Kapazität, Stabilität, betriebliche Flexibilität und Energieeffizienz des U-Bahn-Systems weiter verbessert werden.

Nächster Schritt: Gesamtkonzept für die U-Bahn

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Vorstand beauftragt, bis Oktober ein Konzept für die umfassende Modernisierung der Berliner U-Bahn vorzulegen. Dieses soll die schrittweise Einführung der digitalen Leit- und Sicherungstechnik CBTC sowie den dafür erforderlichen Ausbau der Infrastruktur weiter konkretisieren. Ziel ist ein modernes Gesamtsystem, in dem Fahrzeuge, Infrastruktur sowie Leit- und Sicherungstechnik optimal aufeinander abgestimmt sind. Dies schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Berliner U-Bahn langfristig leistungsfähiger, stabiler und effizienter wird.

Parallel zur Fahrzeugbeschaffung treibt die BVG bereits den Ausbau der CBTC-Infrastruktur auf den Linien U5 und U8 voran. Erst das Zusammenspiel aus Fahrzeugen und Infrastruktur ermöglicht die Vorteile des neuen Systems im späteren Betrieb.

Aufsichtsrat gibt grünes Licht für neue Vertriebstechnik

Der Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Sitzung außerdem das notwendige Budget für die Modernisierung der Vertriebstechnik der BVG freigegeben. Damit kann die Vorbereitung der Ausschreibung für eine neue Generation von Ticketautomaten beginnen. Die heute teilweise mehr als 30 Jahre alte Technik soll ab 2029 schrittweise ersetzt werden. Ziel ist ein zeitgemäßer und wirtschaftlicher Vertrieb, der den Ticketkauf für die Fahrgäste einfacher, digitaler und komfortabler macht. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB).

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