Seit Beginn des Jahres ist der trilex im Ostsachsennetz mit Fahrzeugengpässen konfrontiert. Grund dafür sind die diesjährigen Hauptuntersuchungen und der mit der höheren Laufleistung der Fahrzeuge gestiegene Wartungs- und Reparaturaufwand. Die Folge: Weniger Kapazitäten pro Zugleistung und nahezu täglich überfüllte Züge. Die Länderbahn und der Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO) arbeiten nun unter Hochdruck an der finalen Umsetzung eines Entlastungskonzeptes ab 7. September 2026.
Unterstützung für die angespannte Fahrzeuglage im Ostsachsennetz kommt vom Schwesterunternehmen der Länderbahn, der Ostdeutschen Eisenbahn (Odeg). Diese stellt für den trilex insgesamt vier Stadler GTW-Triebwagen zur Verfügung, die ab 7. September 2026 zunächst bis zum Jahresende in Ostsachsen zum Einsatz kommen sollen. Die Triebwagen können aufgrund der Baustellensituationen auf den Linien der Odeg zur Verfügung gestellt werden. Damit ist eine weitere wesentliche Voraussetzung erfüllt worden, um das zuvor durch die Länderbahn entwickelte Betriebskonzept unter Einbindung von betriebsfremden Fahrzeugen umzusetzen.
Zuvor hatte auch der ZVVO in seiner Verbandsversammlung für die Finanzierung der zusätzlichen Fahrzeuge grünes Licht gegeben. Inzwischen wurden nun noch weitergehende Vorbereitungen zur Aufnahme des Entlastungskonzeptes im September getroffen. Dazu zählen insbesondere die derzeit laufenden Schulungsfahrten zur Baureihenkunde für Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführer der Länderbahn sowie konstruktive Gespräche mit DB InfraGO zur Klärung betrieblicher Anforderungen. Nach der Klärung kann nun der Fahrplan finalisiert werden, in dem die Stadler GTW einige Zugfahrten der Desiros ersetzen und andere Zugleistungen wie geplant in Mehrfachtraktion umgesetzt werden.









