Jan Görnemann (Bild: Micha Spannaus)

Zugang zu öffentlichem Regional- und Nahverkehr stärken

Die aus dem Bundesjustizministerium angestoßene Debatte um die Entkriminalisierung von „Schwarzfahren“ geht für den Bundesverband SchienenNahverkehr (BSN) an den tatsächlich wichtigen Themen im ÖPNV und SPNV vorbei: Sicherheit, Finanzierbarkeit und bedarfsgerechte Angebote.

„Die Fahrkartenentgelte leisten einen entscheidenden Beitrag zur Finanzierung von Nah- und Regionalverkehren. Eine ausbleibende Strafverfolgung würde den Anteil von „Schwarzfahrern“ deutlich erhöhen, die Sicherheit von Personal und Fahrgästen weiter gefährden und zu erheblichen Einnahmeausfällen bei den Aufgabenträgern und Kommunen führen. Den Preis zahlen am Ende alle ehrlichen Fahrgäste und die Steuerzahler.“

Jan Görnemann, Geschäftsführer des Bundesverbands SchienenNahverkehr

Der SPNV sei Teil der Daseinsvorsorge und stelle damit gesellschaftliche Teilhabe sicher. Es sei notwendig, die Tarifangebote einerseits für Fahrgäste attraktiv und andererseits für Aufgabenträger wirtschaftlich auskömmlich zu gestalten. Mit dem Deutschlandticket und der mittelfristig gesicherten Finanzierung zwischen Bund und Ländern gebe es ein Tarifkonzept, das den Zugang zum ÖPNV/SPNV deutschlandweit zu einem günstigen Preis ermögliche. Der Bund wäre gut beraten, „Schwarzfahren“ also nicht als ordnungspolitisches Problem, sondern in erster Linie als sozialpolitisches Thema zu erfassen. Jedem sollte der Zugang zum ÖPNV und zum Deutschlandticket ermöglicht werden. Das stärke auch den Nahverkehr als Ganzes.

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