Infrastrukturprojekte für zukunftsfähige Mobilität

Auch im Jahr 2026 treibt die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen im U-Bahn- und Busnetz voran. Schwerpunkte bilden die Verlängerung der U4 auf die Horner Geest, umfangreiche Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen auf den über 100 Jahre alten Streckenabschnitten der U3 rund um Mundsburg sowie ein Großprojekt auf der U1 rund um die Haltestelle Ohlsdorf. Ergänzt werden die Maßnahmen durch den Neubau zentraler Busanlagen, die Fertigstellung des ersten reinen E-Bus-Betriebshofs der HOCHBAHN sowie den Neubau des Bus-Betriebshofs Langenfelde als zentrale Steuerung für den Busbetrieb.

„Ein großer Teil unserer Infrastruktur ist über 100 Jahre alt. Dass die U-Bahn in Hamburg heute so zuverlässig fährt, ist das Ergebnis kontinuierlicher Instandhaltung. Mit den Baumaßnahmen 2026 sichern wir die Infrastruktur weiterhin langfristig, bündeln Bauarbeiten dort, wo es sinnvoll ist und machen diese fit für die künftigen Anforderungen.“

Jens-Günter Lang, Technikvorstand der HOCHBAHN

U4-Verlängerung auf die Horner Geest

Die Arbeiten für die Verlängerung der U4 auf die Horner Geest liegen weiterhin im Zeit- und Kostenplan. Bereits zu Jahresbeginn 2026 starten die ersten Gleisbauarbeiten. Im Frühsommer wird der U-Bahn-Tunnel unter der Manshardtstraße fertiggestellt. Ab Herbst ist der Rohbau des Gesamtprojekts, mit den zwei neuen Haltestellen und dem kompletten U-Bahn-Tunnel ab Horner Rennbahn bis zur Horner Geest, abgeschlossen. Bereits ab Ende 2027 wird die U4 ab Horner Rennbahn ausfädeln und über die neue Haltestelle Stoltenstraße bis zur Horner Geest fahren.

Großprojekt „Brücken Mundsburg 2026“

Mit dem Großprojekt „Brücken Mundsburg 2026“ setzt die HOCHBAHN in diesem Jahr unter anderem einen Schwerpunkt auf die Instandsetzung der historischen Ringlinie U3. Der betroffene Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen Mundsburg und Barmbek stammt aus den Jahren 1907 bis 1912 und gehört damit zu den ältesten Abschnitten des Hamburger U-Bahn-Netzes. Im Rahmen des Großprojektes werden insgesamt zwölf Brücken instandgesetzt beziehungsweise saniert, darunter acht Stahlbrücken und vier Steinviadukte. Parallel dazu finden auf dem U3-Teilabschnitt zwischen Mundsburg und Barmbek umfangreiche Gleisbauarbeiten statt, bei denen insgesamt 5.800 Schwellen vollständig erneuert werden. Zusätzlich werden die Haltestellen Mundsburg, Hamburger Straße und Dehnhaide instandgesetzt.

Der Baustart für das Großprojekt ist für März 2026 vorgesehen. Für die Umsetzung der umfangreichen Bauarbeiten, die nicht im laufenden Betrieb stattfinden können, ist eine Sperrung des U3-Teilabschnitts zwischen Mundsburg und Barmbek vom 11. Mai bis zum 5. Juli 2026 erforderlich.

Großprojekt „Ohlsdorf 2026“

Auch auf der U1 steht in diesem Jahr ein zentrales Infrastrukturprojekt an. Hier im Fokus:  die über 100 Jahre alte U1-Haltestelle Ohlsdorf, deren Bahnsteig komplett abgerissen und neu gebaut wird. Parallel werden die angrenzende Brücke „Alsterdorfer Straße“ erneuert und die Brücke „Alster“ instandgesetzt. Der Baustart ist auch hier für März 2026 geplant. Für die Baumaßnahmen, die nicht im laufenden Betrieb umgesetzt werden können, ist eine Sperrung der U1 zwischen den Haltestellen Lattenkamp und Fuhlsbüttel Nord vom 13. Juli bis zum 14. Oktober 2026 erforderlich, wobei die Haltestelle Ohlsdorf im Anschluss noch bis zum 28. Oktober ohne Halt durchfahren werden muss.

Neue Busanlagen in Rahlstedt und Harburg

Im Sommer 2026 geht die neu gebaute Busanlage Rahlstedt in Betrieb, Ende 2026 soll dann der neue ZOB Harburg folgen. Beide Busanlagen sind auf die künftigen Anforderungen ausgelegt. Sie bieten deutlich mehr Kapazität, um den Busbetrieb effizient abzuwickeln und sie auf die steigenden Fahrgastzahlen der kommenden Jahre vorzubereiten. Beide Anlagen erhalten begrünte Dächer und Photovoltaikanlagen.

Erster reiner E-Bus-Betriebshof der HOCHBAHN in Meiendorf

Im Spätsommer 2026 wird der neue erste reine E-Bus-Betriebshof in der Meiendorfer Straße fertiggestellt, sodass dieser nach einem Probebetrieb mit dem Fahrplanwechsel zu Mitte Dezember 2026 in Betrieb gehen kann. Von hier aus werden künftig 130 E-Busse vor allem den Hamburger Nordosten mit den Stadtteilen Rahlstedt, Farmsen, Volksdorf und Berne bedienen. Der E-Bus-Betriebshof ist konsequent nachhaltig konzipiert, unter anderem mit begrünten Dächern, Photovoltaikanlagen, Regenwassernutzung und der Nutzung von Abwärme aus der Ladetechnik.

Neubau für Bus-Betriebshof Langenfelde

Für den bestehenden Bus-Betriebshof Langenfelde (Warnstedtstraße) startet noch in diesem Jahr ein zentraler Neubau, der die Elektrifizierung des Busbetriebs entscheidend unterstützt und künftig die Busleitstelle sowie Teile der Busverwaltung aufnehmen wird. Der Neubau schafft damit die nötige Infrastruktur für bis zu 200 E-Busse und bündelt zentrale Aufgaben des Busbetriebs an einem Standort.

Die Busleitstelle ist das Herzstück des Busbetriebs: Von hier aus werden täglich die Einsätze aller Buslinien gesteuert, Fahrpläne überwacht und der Verkehr im Stadtgebiet koordiniert. Aktuell befindet sich die Busleitstelle zusammen mit der U-Bahn-Leitstelle im Hochbahnhaus in der Steinstraße 20. Mit dem Umzug nach Langenfelde entsteht ein klarer räumlicher Fokus für den Busbetrieb, während das Hochbahnhaus künftig die Leitstellen der U-Bahn – einschließlich der Leitstelle der künftigen U5 – aufnehmen kann. So entstehen zwei zentrale Punkte für einen noch effizienteren Betriebsablauf: Das Hochbahnhaus für U-Bahn-Leitstellen und Langenfelde als zentraler Standort für Busleitstelle, Verwaltung und Busfahrschule.

Der Rohbau des ersten Bauabschnitts in Langenfelde startet im März. Die bauliche Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Bus-Betriebshofs sind für Ende 2028 vorgesehen. Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil der Planungen – unter anderem durch Dachbegrünung, Photovoltaikanlage und moderne Energie- und Haustechnik.

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