Elektrifizierende Show: Eine Vorschau auf die Mobility Move Berlin

Neben dem umfassenden Kongressprogramm auf fünf Bühnen zeichnet sich die Mobility Move des VDV auch durch die Messe mit über 100 Ausstellern aus. Dabei geht es um eBusse genauso wie um Ladeinfrastruktur, Energiemanagementsoftware und vieles mehr. Wir geben einen ersten Einblick.

Geballte Information und Netzwerken. Das ist die Mobility Move des VDV. Um alle Informationen aufzunehmen, reisen viele Verkehrsunternehmen mit ganzen Mannschaften an. Vor allem in den Pausen zwischen den Vorträgen haben sie dann Zeit, sich bei den 112 Ausstellern in den Messehallen des Hotel Estrel zu informieren. Zum Beispiel über den spannenden autonomen People Mover SUE (Siehe auch S. 29) von den Uedelhoven Studios oder die Deutschlandpremiere des vietnamesischen Herstellers Vinfast. Auch Wrightbus aus Nordirland stellt in Berlin offiziell aus, nachdem man sich in Brüssel noch einen veritablen Stand
gespart hatte. Und Scania dürfte sich mit einem Fencer-Modell von China-Partner Higer die Ehre geben.

Neue Kooperationen, bekannte Lücken

Andere Namen sind nicht mehr dabei, wie Van Hool oder Arthurbus, dessen Produktionsgesellschaft in Polen Ende 2025 Insolvenz angemeldet und sich sang- und klanglos aus dem deutschen Markt zurückgezogen hat. Von den chinesischen Herstellern ist neben BYD – schon eine feste Größe in Deutschland – nur Zhongtong Bus vertreten, die wohl ihren Midi V7 zeigen. Dieser wird von Altas vertrieben, die Litauer selbst sind nicht vor Ort. Der größte Bushersteller der Welt Yutong hat seinen Deutschlandstart aufgrund der anhaltenden Diskussionen um die Cybersicherheit vorerst auf Eis gelegt. Ebenso muss man sich an ein paar neue Namen und Kooperationen gewöhnen: So wird aus der Traditionsmarke Voith mit einem der besten Traktionssysteme für Elektrobusse jetzt Driventic, und nach der Übernahme durch Holon findet sich die ehemalige Bahn-Tochter Ioki jetzt
unter dem Dach der Paderborner.

Innovationen und Deutschlandpremieren

Wirklich neue Modelle sind auf einer regionalen Messe eher selten. Die meisten Hersteller haben ihre Innovationen bereits auf der Busworld in Brüssel präsentiert. So auch MAN Truck & Bus, die ihren ersten Überland-Elektrowagen mit Klasse II-Zulassung zeigen werden – samt Akkupaket der neuesten Generation. Der Lion’s City E LE basiert auf dem Niederflurmodell mit auf dem Dach montierten Batterien und verfügt über eine angepasste Hecklandschaft – so machte man das in München schon zu Dieselzeiten. Um die höheren Anforderungen an Notausstiege in der Klasse II zu erfüllen, haben sich die Techniker etwas Besonderes ausgedacht: zwei Bodenklappen als Notausstiege, sollte der Bus auf die Türseite kippen. Es ist wohl das erste Mal, das man einen Bus auf diese Weise verlassen kann. Man darf gespannt sein, ob es bald Nachahmer gibt.

Den gesamten Beitrag finden Sie in der neuen Ausgabe der NahverkehrsPraxis: 03/2026.

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