Das Konzept für die Inbetriebnahme der Strecke Hamburg – Berlin nach der Korridorsanierung steht: Der Zugverkehr wird in zwei Stufen wieder anlaufen. Mit Betriebsbeginn am 15. Mai können Züge wieder über den fertiggestellten nördlichen Streckenabschnitt von Hamburg bis Hagenow Land fahren. Damit ist auch die Voraussetzung geschaffen, dass die Verkehre von Hamburg in Richtung Schwerin/Mecklenburg-Vorpommern wieder im gewohnten Fahrplan fahren. Die komplette Wiederinbetriebnahme der gesamten Strecke Hamburg – Berlin erfolgt zum kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni mit Betriebsbeginn.
Fahrgäste und Güterverkehrskunden profitieren künftig von einer umfangreich erneuerten und verlässlichen Infrastruktur, pünktlicheren Zügen und mindestens fünf Jahren Baufreiheit. Neben 165 Kilometer Gleisen und fast 250 Weichen wurden sechs neue sogenannte Überleitstellen geschaffen sowie sechs neue Stellwerke gebaut und 19 weitere modernisiert. Zudem wurden 28 Stationen entlang der Strecke – teilweise grundlegend – modernisiert. Die umfassenden Verbesserungen durch die Korridorsanierung ermöglichen unter anderem mehr Bahnverkehr auf der Strecke als vorher.
Stufe 1 – Zugverkehre ab dem 15. Mai im nördlichen Streckenabschnitt
Ab 15. Mai fahren im Norden wieder durchgehende Regionalzüge zwischen Hamburg, Schwerin sowie weiter nach Rostock und Stralsund, wodurch ein Großteil des Busersatzverkehrs entfällt. Andere Nahverkehrsverbindungen bleiben jedoch bis 13. Juni teilweise im Ersatzverkehr, zudem gibt es wegen Umleitungen für den Güterverkehr einzelne Änderungen und Ausfälle bei einigen Regionalzügen. Im Fernverkehr bleibt das Angebot bis dahin unverändert: ICE und Flixtrain fahren weiterhin über eine Umleitungsstrecke zwischen Hamburg und Berlin.
Umfangreiches Bauvolumen während der Korridorsanierung
Insgesamt wurden während der Korridorsanierung bereits mehr als 165 Kilometer Gleise und fast 250 Weichen erneuert und die sogenannte feste Fahrbahn im Abschnitt zwischen Wittenberge und Dergenthin durch einen Schotteroberbau ersetzt. Sechs neue sogenannte Überleitstellen schaffen künftig mehr Stabilität und Flexibilität im Betrieb. Zudem erneuert die DB InfraGO die Leit- und Sicherungstechnik, errichtet sechs neue Stellwerke und modernisiert 19 weitere. Damit werden Stellwerke und Achszähltechnik für den künftigen Einsatz des europäischen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet.
Die restlichen Inbetriebsetzungen an der Stellwerkstechnik – jeweils im Zulauf auf die Knoten Hamburg und Berlin – müssen noch abgeschlossen werden. Sie haben jedoch keine Auswirkung auf die im Fahrplan vorgesehene Reisezeit und werden nach Fertigstellung einen zusätzlichen Fahrzeitpuffer ermöglichen. Die 28 Bahnhöfe entlang der Strecke modernisiert die DB InfraGO und gestaltet sie attraktiver. Dazu gehören Bahnsteigverlängerungen, Bahnsteigerhöhungen für einen stufenlosen Einstieg in den Zug, längere Bahnsteigdächer und Wegeleitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. 20 der 28 Bahnhöfe werden dabei ganzheitlich entwickelt – durch neu gestaltete Personenunterführungen, durchgängige Gestaltungskonzepte sowie mehr Sitz- und Wartemöglichkeiten und bessere Parkmöglichkeiten für Fahrräder.
Qualitätsoffensive Hamburg – Hannover startet am 1. Mai in angepasstem Konzept
Die Qualitätsoffensive zwischen Hamburg und Hannover wird wie geplant am 1. Mai starten – jedoch mit einem angepassten, stufenweisen Konzept. Diese Anpassung ist nötig, damit weiterhin Fern- und Güterverkehre zwischen Hamburg und Berlin umgeleitet werden können.









