Der neue Allgemeine Ausschuss Eisenbahninfrastruktur (AAEI) des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist, nach seiner Konstituierung im Januar, kurzfristig zu seiner ersten regulären Sitzung in Hamburg zusammengekommen. Das Gremium gibt dem übergreifenden Thema der Eisenbahninfrastruktur in der Verbandsarbeit mehr Gewicht. Schon in der ersten regulären Sitzung wurde deutlich: Der AAEI schließt eine bisher bestehende Lücke und schafft ein zentrales Austauschgremium zwischen bundeseigenen und nichtbundeseigenen Eisenbahninfrastrukturen – mit erheblichem Mehrwert für die gesamte Branche.
Im Mittelpunkt der Sitzung stand das Infrastrukturzukunftsgesetz, das aus Sicht des VDV das zentrale Beschleunigungsgesetz in dieser Legislaturperiode ist. Der AAEI fordert, dass hierbei auch nichtbundeseigene Infrastrukturen stärker einbezogen werden – insbesondere beim überragenden öffentlichen Interesse. Zudem hat sich der Ausschuss dafür ausgesprochen, die Interessen der NE-Infrastrukturen bei Maßnahmen nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz wirksam zu wahren.
„Wenn wir die Schieneninfrastruktur in Deutschland schneller modernisieren wollen, dann müssen alle Akteure der Branche besser und verbindlicher eingebunden werden. Genau dafür ist der AAEI das richtige Gremium. Bereits jetzt hat sich gezeigt, wie groß der Bedarf an diesem Austausch ist und wie wertvoll er für die gesamte Branche sein kann“, sagt der Vorsitzende des AAEI, Jörg Sandvoß.
Regelmäßiger Austausch mit DB InfraGO im AAEI
Ein weiteres Thema, mit dem sich der Ausschuss beschäftigt hat, waren die Korridorsanierungen. Dass der Ausschuss einen Ort zum Austausch zwischen DB InfraGO und den NE-Infrastrukturunternehmen bietet, wurde von allen Teilnehmenden positiv bewertet. Gemeinsam haben die Vertreter des AAEI zudem beschlossen, neue strukturierte Dialogformen auf Augenhöhe weiter voranzubringen und betroffene Infrastrukturbetreiber frühzeitiger einzubeziehen. „Der gemeinsame und regelmäßige Austausch zwischen allen relevanten Akteuren ist ein wichtiger Schritt, um die Interessen der gesamten Branche stärker zu bündeln und gegenüber Politik und Verwaltung wirksam zu vertreten. Das ist eines der zentralen Ziele unseres Ausschusses“, so Sandvoß abschließend.









