Frankfurt setzt Maßstäbe bei geteilter Mikromobilität

Das bundesweit beste Angebot für geteilte Mikromobilität gibt es in Frankfurt – also Dienste, bei denen sich Verkehrsteilnehmerinnen und – Teilnehmer Leihfahrzeuge teilen. Das zeigt der erstmals erhobene Shared Micromobility City Performance Index (SMM-CPI) auf, ein europaweiter Vergleich der Leistungsfähigkeit der Städte bei der Shared Micromobility, der geteilten Mikromobilität mit E-Scootern und Leihfahrrädern. Den neuen Vergleichsindex hat das vom Bundesministerium für Verkehr geförderte Forschungsprojekt ScooP2City erstellt.

„E-Scooter und Fahrräder zum Ausleihen sind inzwischen selbstverständlicher Bestandteil des urbanen Mobilitätsmix, besonders für die letzte Meile von der Bahn zum Büro oder zu Auswärtsterminen“, sagt Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert. „In Frankfurt treiben wir diese Form der umweltbewussten und stadtverträglichen Mobilität mit Hochdruck voran. Deshalb freut es mich sehr, dass wir nun sogar bestätigt bekommen, dass wir den Menschen in der Stadt inzwischen das beste Shared-Micromobility-Angebot in ganz Deutschland machen.“ Erfahrungen zeigen, dass viele Menschen die Shared-Mobility-Nutzung häufig mit Bus- und Bahnfahrten kombinierten. „Mit dem E-Scooter-Verleih und Bike Sharing stärken wir auch unseren Nahverkehr“, unterstreicht der Dezernent.

Nutzungsorientierte Planung entlang realer Nachfrage entscheidend

Im Shared-Mobility-Ranking liegt Frankfurt vor Köln und Düsseldorf. Auch im europäischen Vergleich schneidet Frankfurt mit Platz zwei hervorragend ab und wird lediglich von Antwerpen geschlagen.

Ebenfalls herausgearbeitet wurde, was Top-Regionen wie Frankfurt besser machen als andere: Wichtig ist vor allem eine datenbasierte Planung, die sich an den realen Mobilitätsströmen orientiert, E-Scooter und Bike-Sharing also genau dort anbietet, wo sie gebraucht werden. Hierfür analysiert die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ fortwährend die aktuellen Nutzungsmuster und kann dadurch das Angebot zielgerichtet steuern. Ein weiterer Erfolgsfaktor des Frankfurter Modells ist die hybride Systemarchitektur, bestehend aus festen Mobilitätsstationen in Innenstadt und Stadtteilzentren mit ihrem begrenzten Straßenraum sowie einem Free-Floating-Ansatz in den äußeren Stadtteilen.

Vergleich von 9 Metropolregionen und 32 weiteren Städten

Für das Ranking wurden die E-Scooter- und Bike-Sharing-Angebote von 41 Städten und Metropolregionen in Europa und mit Schwerpunkt in Deutschland hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Nutzungsintensität verglichen. Wichtigste Kennzahl hierfür ist die Zahl der Fahrten pro 1.000 Einwohner am Tag. Der Index berücksichtigt aber auch weitere Indikatoren wie die Größe der Fahrzeugflotte im Verhältnis zur Einwohnerzahl, die Anzahl der Fahrten pro Fahrzeug oder wie gut die räumliche Abdeckung des Bediengebiets ist.

Die Ergebnisse des Shared Micromobility City Performance Index sind hier zu finden: https://www.scoop2.city/services/

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