Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) erhält für die umfassende Erneuerung der Infrastruktur auf der Albtalbahn weitere Fördermittel von Bund und Land. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat für den zweiten Teilantrag des Infrastrukturprogramms eine Zuwendung in Höhe von rund 17,3 Millionen Euro bewilligt. Die Förderung erfolgt auf Grundlage des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) des Bundes und dient der langfristigen Sicherung einer leistungsfähigen und zuverlässigen Schieneninfrastruktur auf der Albtalbahn. Den entsprechenden Zuwendungsbescheid stellte das Regierungspräsidium Karlsruhe dem kommunalen Verkehrsunternehmen in diesen Tagen zu.
Die Gesamtkosten für dieses zweite Infrastruktur-Paket betragen rund 23,9 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund bis zu 11,94 Millionen Euro, das Land Baden-Württemberg stellt weitere 5,37 Millionen Euro bereit. Das Vorhaben umfasst umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen an der Bahninfrastruktur zwischen Karlsruhe, Ettlingen und Ittersbach. Geplant sind unter anderem die Erneuerung von Gleisen, Weichen und Oberleitungen sowie die Grunderneuerung des 5,4 Kilometer langen Streckenabschnitts zwischen Langensteinbach-St. Barbara und Ittersbach Industrie. Zudem soll an der Haltestelle Langensteinbach-St. Barbara ein neues Kompakt-Gleichrichterunterwerk entstehen.
Die Investitionen sind Teil eines mehrjährigen Programms zur Grunderneuerung der AVGInfrastruktur auf der Albtalbahn. Erste Projekte wurden bereits in einem früheren Maßnahmenpaket 2025 und in diesem Jahr erfolgreich umgesetzt. Diese Arbeiten wurden ebenfalls von Bund und Land gefördert, die Fördersumme hierfür betrug rund 8,5 Millionen Euro. Zusammen haben beide Maßnahmenpakete ein Volumen von 35,6 Millionen Euro, im nächsten Jahr beabsichtigt die AVG für ein drittes Paket im Albtal weitere Fördermittel zu beantragen.
Die Infrastrukturprojekte aus dem zweiten Maßnahmenpaket sollen zwischen Frühjahr und Sommer 2027 umgesetzt werden. Der Neubau des Kompakt-Gleichrichterunterwerks an der Haltestelle Langensteinbach-St. Barbara ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Auch das Regierungspräsidium Karlsruhe unterstreicht die Bedeutung einer modernen und leistungsstarken Bahn-Infrastruktur im Albtal.









