Wiener Linien gewinnen PR-Staatspreis

Die Wiener Linien wurden mit dem PR-Staatspreis in der Kategorie Corporate Communications ausgezeichnet. Prämiert wurde die Baustellenkommunikation „Netz erst recht!“, die mit Transparenz, Humor und Wiener Schmäh zeigt, wie Modernisierung verständlich und sympathisch vermittelt werden kann – sogar dann, wenn gebaut, saniert oder umgeleitet wird. Die Jury würdigte insbesondere die strategisch stringente und gut ausgeführte 360-Grad-Kommunikation. Die Kampagne zeichne sich „durch Originalität, eine klare kommunikative Dramaturgie sowie eine starke Umsetzung aus und trägt nachweislich zu einer erhöhten Akzeptanz von Öffi-Baustellen bei“.

Wien wächst und das Öffi-Netz wächst mit

Wien wächst und der öffentliche Verkehr wächst mit und das bedeutet: Die Wiener Linien bauen, denn über zwei Millionen Fahrgäste täglich verlassen sich auf ein stabiles und leistungsfähiges Netz. In den vergangenen Jahrzehnten haben die Wiener Linien neue Linien errichtet, bestehende verlängert und Intervalle verdichtet. Die intensive Nutzung hinterlässt Spuren und das erfordert entsprechende Modernisierungen. Damit Wien eine der lebenswertesten Städte der Welt bleibt, investieren die Wiener Linien verstärkt in ihre Infrastruktur und stellen damit die Weichen für ein verlässliches Öffi-Netz der Zukunft. Mit der Modernisierungsoffensive „Netz erst recht!“ stellen die Wiener Linien klar: Es wird gebaut und saniert – und das mit voller Absicht. 

„Netz erst recht!“: Besser grantige Mienen als hiniche Schienen

Baustellen sind notwendig, damit der öffentliche Verkehr Wiens auch in Zukunft zuverlässig unterwegs ist. Begeisterung lösen sie selten aus, doch die Wiener Linien beweisen mit „Netz erst recht!“, dass man Infrastrukturmodernisierung mit Transparenz und einem Augenzwinkern vermitteln kann. Ganz nach dem Motto: „Besser grantige Mienen als hiniche Schienen.“ Die Kommunikation setzt auf Ehrlichkeit und Haltung und das auf allen Kanälen, vom Social-Media-Auftritt bis zum Bauzaun. Mit kreativen Sprüchen wie „Sorry, not sorry.“Ohne Fleiß kein Gleis oder „Schienen streicheln reicht leider nicht.“ zeigen die Wiener Linien, dass sie stolz auf ihre Baustellen sind. Während der organische Content und die Bauzaun-Brandings aus der hauseigenen Kommunikationsabteilung stammen, wurde die begleitende Modernisierungskampagne (Print, DOOH und Kampagnenvideo) von der Agentur GOOD LIFE CREW konzipiert und umgesetzt. So entstand eine durchgängige 360-Grad-Kommunikation, die sich vom Posting bis hin zu den Baustellen klar und selbstbewusst zeigt und nun mit dem PR-Staatspreis in der Kategorie Corporate Communications gewürdigt wurde.

Marko Feldmann wird neuer Geschäftsführer der VDV-Landesgruppe Sachsen/Thüringen

Marko Feldmann (37) übernimmt die Geschäftsführung der VDV-Landesgruppe Sachsen/Thüringen und ist damit ab März dieses Jahres erster Ansprechpartner für die rund 60 VDV-Mitgliedsunternehmen in den beiden Bundesländern. Künftig gibt es mit Erfurt und Dresden zwei Standorte der Geschäftsführung der Landesgruppe. Feldmann war zuletzt Referent im Vorstandsbüro der Dresdner Verkehrsbetriebe. Er besitzt einen Abschluss als Bachelor of Laws der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege Sachsen.

„Ich bedanke mich von Herzen bei unserem langjährigen Kollegen Matthias Scheidhauer, der die Landesgruppe mit seiner Arbeit und Expertise über Jahre geprägt hat. Mit Marko Feldmann haben wir einen Fachmann des ÖPNV eingestellt, der über fundierte Kenntnisse des politischen Geschäfts auf Landes- und Kommunalebene sowie in der öffentlichen Verwaltung verfügt. Mit seinem Know-how bildet er die ideale Schnittstelle zwischen der Landespolitik, unserer Landesgruppe Sachsen/Thüringen und dem Bundesverband.“

VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff

Andreas Hemmersbach, Vorsitzender der VDV-Landesgruppe Sachsen/Thüringen:

„In der Nachfolge auf unseren weit geschätzten und langjährigen Geschäftsführer Herrn Scheidhauer freue ich mich auf unseren neuen Kollegen Marko Feldmann. Wir freuen uns, wie er mit Energie und Begeisterung die Transformation der Branche begleiten wird.“

Mario Laube, stellv. Vorsitzender der VDV-Landesgruppe Sachsen/Thüringen, ergänzt:

„Ich bedanke mich bei Matthias Scheidhauer für das herzliche Willkommen bei meinem Amtsantritt bei der EVAG und für die gute Zusammenarbeit. Ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft. Die besondere Herausforderung unserer Landesgruppe liegt darin, zwei Bundesländer verkehrspolitisch gleichermaßen zu begleiten. Ich bin mir sicher, dass wir mit Marko Feldmann einen Kollegen gefunden haben, der mit der Unterstützung des gesamten Landesgruppenvorstands diese Aufgaben exzellent meistern wird. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm, besonders an seinem neuen Standort in Erfurt.“

Marko Feldmann:

„Ich freue mich außerordentlich auf die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Landesgruppe und auf die Aufgabe, unseren Vorstand und alle Mitgliedsunternehmen operativ und strategisch zu unterstützen. Die Herausforderungen für die Branche sind in Sachsen und Thüringen groß: Knapper werdende finanzielle Mittel in Bund, Ländern und Kommunen und sich zugleich verändernde politische Prämissen stehen dem Ziel eines überall funktionierenden öffentlichen Verkehrs und Schienengüterverkehrs entgegen. Dazu müssen die Landesregierungen stärker in den Dialog mit der Branche.”

Eisenbahner mit Herz: Abstimmen über Publikumsliebling

Wenn auf einer Zugreise mal wieder der Wurm drin ist, sind sie oftmals diejenigen, die Fahrgästen den Tag retten: Engagierte Zugbegleiter, hilfsbereite Lokführer und rührige Service-Mitarbeitende. Immer wieder kümmern sie sich beherzt um die Anliegen und Nöte der Reisenden. Für ihre Auszeichnung Eisenbahner mit Herz hat die Allianz pro Schiene wieder mehr als 200 Einsendungen erhalten – unter all den Nominierten können Bahnreisende bis zum 16. März 2026 (Mitternacht) hier für ihre Lieblingsgeschichte abstimmen. Die Gewinner-Geschichte wird am 17. März 2026 bekanntgegeben.

Ein Wettbewerb der Allianz pro Schiene

Reisende können das ganze Jahr über hier ihre Lieblingsgeschichten einreichen. Dabei ist es ganz gleich, in welchem Zug die Menschen etwas Besonderes erlebt haben: Die Auszeichnung Eisenbahner mit Herz ist offen für alle Eisenbahnverkehrsunternehmen: von der Deutschen Bahn über FlixTrain bis zur eurobahn oder Arverio, um nur einige Beispiele zu nennen. Was zählt, ist das Engagement des jeweiligen Zugpersonals oder der Servicemitarbeiter, unabhängig vom Unternehmen.

„Unsere Nominierten machen aus einer Zugreise oder einem Tag, an dem alles schiefläuft, einen Tag, an den sich die Reisenden voller Dankbarkeit erinnern. Das ist alles andere als selbstverständlich! Deshalb wollen wir dieses besondere Engagement sichtbar machen und wertschätzen. Jede und jeder kann dazu mit der Abstimmung über seine oder ihre Lieblingsgeschichte beitragen.“

Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene

So funktioniert der Wettbewerb

Der Wettbewerb Eisenbahner mit Herz besteht aus zwei Teilen: In einem ersten Schritt dürfen Fahrgäste bis zum 16. März 2026 (Mitternacht) aus allen Nominierten ihren jeweiligen Favoriten wählen. Am 17. März 2026 wird das Abstimmungsergebnis veröffentlicht. In einem zweiten Schritt kürt eine Fachjury aus der Bahnbranche die Gold-, Silber- und Bronze-Gewinner. Sie werden am 16. April 2026 bekannt gegeben und zusammen mit dem Publikumsliebling bei einer feierlichen Gala in Potsdam ausgezeichnet.

Sicherheitsgipfel: Bodycams für alle DB-Mitarbeiter

Nach dem brutalen und tödlichen Angriff auf den DB-Mitarbeiter Serkan Çalar in einem Regionalzug haben sich Spitzenvertreter von Bund, Ländern, Arbeitnehmervertretern und der Verkehrsbranche auf Handlungsfelder für einen gemeinsamen „Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene“ verständigt. Zu dem Sicherheitsgipfel am 13. Februar 2026 hatte die DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla eingeladen.

Die DB selbst wird kurzfristig folgende Maßnahmen umsetzen:

  • 2026 bekommen alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt im Nahverkehr, Fernverkehr und an den Bahnhöfen Bodycams zur Verfügung gestellt; die Nutzung soll freiwillig sein.
  • Die DB setzt 200 zusätzliche Kräfte der DB Sicherheit auf Bahnhöfen ein.
  • Die persönliche Schutzausrüstung von DB-Mitarbeitern wird verbessert.
  • DB-Mitarbeiter werden noch mehr in Verhaltens- und Deeskalationstrainings geschult.
  • Damit DB-Mitarbeiter im Ernstfall schneller Hilfe bekommen, wird ihr schon vorhandener Hilferufknopf („Prio-Ruf“) weiter ausgerollt und auch weiterentwickelt.
  • Die DB führt in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei regionale Sicherheitswerkstätten durch, um Sicherheitskonzepte vor Ort anzupassen.
  • Bei DB Regio gilt bei der Ticketkontrolle das Prinzip Eigensicherung vor Prüfung. Ab 1. März 2026 liegt es im Ermessen des Kontrollpersonals, ob ein Fahrgast bei der Ticketkontrolle einen Ausweis vorzeigen muss.

Die Bundespolizei setzt ihre Maßnahmen zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität auf dem Gebiet der Bahnanlagen des Bundes uneingeschränkt fort. Bundespolizei und DB-Sicherheit gewährleisten eine hohe Sichtbarkeit, schnelle Intervention in Notfallsituationen sowie eine zielgerichtete Unterstützung in den Bahnhöfen und entlang der Strecke. Die bewährte 25-jährige Ordnungspartnerschaft zwischen DB und Bundespolizei wird fortentwickelt.

Der gemeinsame „Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene“ wird zudem durch folgende konkrete Handlungs- und Prüffelder ergänzt:

  • Ausbau der Videoüberwachung in Zügen und an Bahnhöfen.
  • Besetzung der Nahverkehrszüge mit mehr Personal. Mit diesem Thema wird sich die Verkehrsministerkonferenz Ende März befassen.
  • Verzicht auf eine Ausweiskontrolle beim Deutschlandticket, um kritische Situationen zu verringern. Die Bundesländer wollen das Ticket dafür noch fälschungssicherer machen, auch das ist Thema auf der Verkehrsministerkonferenz Ende März.
  • Verstärkte und KI-unterstützte Auswertung von Video- und Audioaufzeichnungen zur Früherkennung. Die rechtlichen Grundlagen dafür sollen verbessert werden.
  • Stärkung des strafrechtlichen Schutzes von Mitarbeitenden, damit Angriffe auf sie besser geahndet werden können. Dies wollen die beteiligten Bundesministerien in das laufende Verfahren zur Anpassung des Strafgesetzbuchs einbringen.

Die Maßnahmen markieren einen Wendepunkt von Reaktion zu mehr Prävention und schnellerer Hilfeleistung.

Evelyn Palla, DB-Vorstandsvorsitzende:

„Unser Anspruch ist klar: Sicherheit braucht eine klare Haltung – personell, technisch und rechtlich. Deshalb handeln wir entschlossen und setzen mit konkreten Maßnahmen ein deutliches Zeichen für mehr Sicherheit im Bahnverkehr. Wir stärken unsere Mitarbeitenden durch bessere Ausstattung, zusätzliche Unterstützung und gezielte Präventionsangebote. Dabei gilt für uns der Grundsatz: Prävention statt Reaktion. Gleichzeitig verfolgen wir eine konsequente Null-Toleranz-Strategie gegenüber jeder Form von Gewalt gegen unsere Mitarbeitenden.“

Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister:

„Bahnhöfe und Züge müssen sichere Orte sein. Das gilt für Zugreisende und Zugpersonal in gleicher Weise. Daher müssen wir alles daransetzen, die Sicherheit auch in den Zügen weiter zu steigern. Ich bin dankbar, dass heute alle Beteiligten zusammengekommen sind und alle Maßnahmen diskutiert werden konnten. Ich bin zuversichtlich, dass wir auf Grundlage des Aktionsplans schnell Verbesserungen auf den Weg bringen können.“

Christian Bernreiter, Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz:

„Die unfassbare Tat erschüttert meine Länder-Kolleginnen und -Kollegen genau wie mich zutiefst. Sicherheit in den Zügen und im gesamten öffentlichen Verkehr muss oberste Priorität haben – und zwar für die Beschäftigten genauso wie für die Reisenden! Es ist ein wichtiges Signal, dass die Deutsche Bahn, die als Arbeitgeber für die Sicherheit ihrer Beschäftigten verantwortlich ist, jetzt alle beteiligten Ebenen schnell zusammengebracht hat. Als Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr treibt uns Länder das Thema Sicherheit immens um. Wir unterstützen Modelle einer sicherheitsorientieren Personalpräsenz in den Nahverkehrszügen. Über zusätzliche sinnvolle Möglichkeiten werden wir bereits im März auf der nächsten Verkehrsministerkonferenz sprechen.“

Dass Bahnmitarbeiter genau wie Polizisten, Feuerwehren und Rettungsdienste mehr Aggressivität zu spüren bekommen, zeigen bisher unveröffentlichte Zahlen für das vergangene Jahr. Bei Fahrkartenkontrollen, bei der Durchsetzung des Hausrechts sowie nach Großveranstaltungen kam es immer wieder zu verbalen und tätlichen Übergriffen.

Konkret: 2025 gab es konzernweit 3.262 körperliche Übergriffe auf DB-Mitarbeiter (versuchte sowie vollendete). Auch wenn dies im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang ist, blieb die Zahl der Übergriffe insgesamt auf einem sehr hohen Niveau: Sie ist in den letzten zehn Jahren um 37 Prozent gestiegen (2016: 2.374). Besonders deutlich war der Anstieg in der Corona-Pandemie im Jahr 2021. Schwere und gefährliche Körperverletzungen bilden dabei die Ausnahme und machen lediglich ein bis zwei Prozent der Fälle aus.

Um die auf dem Sicherheitsgipfel identifizierten Maßnahmen auf den Weg zu bringen, werden Bund, Länder, DB und Verkehrsbranche bis Ende April 2026 konkrete Schritte zur Umsetzung vereinbaren. Auch die Verkehrsministerkonferenz am 25. und 26. März wird sich mit der Sicherheit im Nahverkehr befassen.

VDV-Präsident Wortmann zum Sicherheitsgipfel: „Maßnahmen reichen offenkundig nicht aus“

VDV-Präsident Ingo Wortmann zum Sicherheitsgipfel am 13. Februar 2026:

„Die Maßnahmen, die wir als Branche bislang ergriffen haben, reichen offenkundig nicht aus. Seit Jahren stellen wir eine Zunahme von Übergriffen auf Beschäftigte und Fahrgäste fest – und zwar im gesamten ÖPNV. Deshalb müssen wir das Thema ganzheitlich betrachten. Die Maßnahmen, die wir bislang mit großen Anstrengungen ergriffen haben, reichen offenkundig nicht aus. Wir müssen deshalb auch die Ursachen für die zunehmende Gewalt stärker in den Blick nehmen. Heute wurden dazu erste wichtige Impulse gegeben und der gemeinsame Austausch der verantwortlichen Akteure war gut und wichtig. Das Ganze ist allerdings ein Prozess, der mit dem heutigen Termin erst seinen Anfang nimmt. Wir brauchen einen kontinuierlichen Austausch der beteiligten Institutionen, um vereinbarte Maßnahmen dauerhaft zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Der VDV steht bereit, seine fachliche Expertise in diesen Prozess einzubringen.

Wir engagieren uns als Branchenverband seit Langem aktiv bei diesem Thema. Aus unserer Sicht ist Sicherheit ein Versprechen an Fahrgäste und Beschäftigte, das es einzulösen gilt. In unserem Fachausschuss Security haben wir bereits vor zwei Jahren eine Neupositionierung mit Maßnahmen zur Verbesserung der Situation angestoßen. Konkret schlagen wir vor:

  • Eine bundesweit einheitliche Aufbewahrungsfrist für Videoaufzeichnungen bis zu 30 Tagen zur besseren Aufklärung von Vorfällen.
  • Den Erhalt des Straftatbestands beim Schwarzfahren, um Personal bei Fahrausweiskontrollen zu schützen und Rechtsdurchsetzung zu ermöglichen. Schwerpunktkontrollen zeigen regelmäßig: Unter den kontrollierten Personen ohne gültiges Ticket befinden sich auch polizeilich gesuchte Täter.
  • Einen erweiterten gesetzlichen Schutz für Fahr- und Kontrollpersonal sowie stärkere Sicherheitspartnerschaften mit Polizei, Justiz, Ordnungsbehörden und Sozialträgern.
  • Auch die gezielte Förderung sicherer Haltestellen gehört dazu.

Dafür brauchen wir klare gesetzliche und ordnungspolitische Rückendeckung – und in unserer Branche auch einen entsprechenden Finanz- und Vertragsrahmen. Mir ist bewusst, dass dieser Hinweis unter dem Eindruck der schrecklichen Tat vor wenigen Tagen sensibel ist. Aber nachhaltige Sicherheit braucht verlässliche Rahmenbedingungen.“

Link zum VDV-Positionspapier

Ohne Bargeld zum Fahrschein

Die Erfurter Verkehrsbetriebe (EVAG) haben die Modernisierung ihres Bus-Kassensystems abgeschlossen. Ab sofort können Fahrscheine in allen 77 EVAG-Bussen ausschließlich bargeldlos bezahlt werden – mit Giro- bzw. ec-Karte, Kreditkarte, Smartphone oder Smartwatch. Barzahlung ist in den Fahrzeugen nicht mehr möglich.

Was im vergangenen Jahr als Test begann, ist nun neuer Standard. Bereits 2024 startete die EVAG mit zehn Bussen, in denen kein Bargeld mehr angenommen wurde. Auch die neuen Elektrobusse wurden von Beginn an mit der bargeldlosen Technik ausgestattet. Mit der Lieferung weiterer Kassensysteme konnte die EVAG die Ausstattung sukzessive auf ihre gesamte Flotte ausweiten. Jetzt sind alle Fahrzeuge entsprechend umgerüstet.

„Wir haben das bargeldlose Bezahlen unter realen Bedingungen getestet. Es funktioniert zuverlässig, schnell und sicher“, sagt Mario Laube, Vorstand der EVAG. „Mit der vollständigen Umstellung schaffen wir ein einheitliches System in allen Bussen und damit mehr Sicherheit und Geschwindigkeit beim Einstieg, welches von den Fahrgästen gut angenommen und akzeptiert wurde. Wir danken unseren Fahrgästen für ihr Verständnis, dass wir diesen Schritt gehen. Er betrifft nur noch eine vergleichsweise kleine Gruppe, die ihr Ticket direkt im Bus kauft, und ist für uns ein konsequenter nächster Schritt hin zu einem modernen und einheitlichen System.“

Mehrheit zahlt bereits digital

Inzwischen bezahlen über 80 Prozent der EVAG-Kunden ihre Tickets bargeldlos, der klassische Barverkauf verliert weiter an Bedeutung. Mit der Einführung des Deutschlandtickets bringen viele Fahrgäste ihren Fahrschein bereits mit. Für die Fahrgäste, die ihr Ticket erst beim Zustieg in den Bus kaufen möchten, steht im Bus die Zahlung mit unterschiedlichen bargeldlosen Zahlungsmitteln zur Verfügung.

„Wir wissen, dass einige Fahrgäste weiterhin lieber bar zahlen“, sagt Mario Laube. „Sie können ihre Tickets weiterhin an 51 EVAG-Automaten, bei 24 EVAG-Agenturen und im Mobilitätszentrum am Anger mit Bargeld kaufen.“

Auf der Webseite der EVAG finden Fahrgäste eine Übersicht zu den Ticketautomaten und den EVAG-Agenturen und auch alle Antworten rund um das Thema bargeldlose Zahlung in den Bussen.

Umweltprämie motiviert zum Umstieg vom Auto auf Bahn und Bus

Mit der Umweltprämie treibt die Stadt Frankfurt am Main erfolgreich den Umstieg vom Auto auf Bahn und Bus voran. Das zeigt der aktuelle Evaluationsbericht, den die Nahverkehrsgesellschaft traffiQ für die Stadt Frankfurt nun veröffentlicht hat. Im ersten Jahr seit ihrer Einführung im Jahr 2024 haben 560 Bürger das Angebot genutzt, ihr Auto abzumelden und dafür ein Jahr lang kostenlos den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu nutzen. Ein Großteil derjenigen, die zuvor nur gelegentlich Bahn und Bus fuhren, stiegen durch die Prämie dauerhaft in die umweltfreundlichen Verkehrsmittel um.

„Die Umweltprämie ist ein voller Erfolg“, erklärt Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert. „Unser Ziel, mit diesem Angebot mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen, ist uns gelungen. Die Umweltprämie hat unter Beweis gestellt, dass sie das Mobilitätsverhalten der Menschen langfristig verändern kann. Interessant ist das über das Jahr kontinuierlich große Interesse an dem Programm sowie die Tatsache, dass die fast 600 ausgegebenen Deutsch­landtickets von Frankfurterinnen und Frankfurtern quasi aller Altersstufen in Anspruch genommen werden.“

Viel mehr als eine „Abwrackprämie“

Die Umweltprämie geht auf den Antrag „Klimastadt Frankfurt“ der Stadtverordnetenversammlung vom März 2024 zurück. Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ setzte sie im Auftrag des Mobilitätsdezernats gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) zum 1. August 2024 um. Die Prämie können Frankfurter ab 18 Jahren in Anspruch nehmen, die vor maximal fünf Monaten ein eigenes Auto mit Verbrennungsmotor verschrottet oder an eine Person außerhalb des eigenen Haushalts verkauft haben. Ebenso darf zwölf Monate lang zuvor und während des Prämienbezugs kein Wagen neu zugelassen werden. So ist die Prämie anders positioniert als eine reine Abwrackprämie – sie motiviert nicht zum Verzicht, sondern zu einer Änderung im Mobilitätsverhalten.

Mit dem Deutschlandticket als Prämie geht traffiQ noch über die Jahreskarte fürs Stadtgebiet hinaus, die die Stadtverordneten in ihrem Antrag ursprünglich gefordert hatten. Die Prämie ist im VGF-Servicecenter an der Hauptwache erhältlich.

Besonders Ältere steigen um

Die Bilanz des ersten Jahres fällt nun sehr positiv aus. Beinahe 47 Anträge pro Monat gingen im Schnitt für die Prämie ein. Die Auswertung von traffiQ zeigt auf:

  • Genutzt wird die Prämie ein wenig stärker von Frauen (52 Prozent), und die Prämiennutzer sind eher älter: die größte Gruppe mit 21 Prozent stellen die 56- bis 65-Jährigen. Gut die Hälfte sind Arbeitnehmer, knapp ein Drittel ist im Ruhestand.
  • Fast zwei Drittel der Antragstellenden kommen aus 2-Personen- und Single-Haushalten. Weniger gut Verdienende nutzen die Prämie besonders gern.
  • Antragsteller leben über die gesamte Stadt verteilt, von Zeilsheim über die Innenstadt bis nach Bergen. Besonders hoch war die Nachfrage im Ortsbezirk Seckbach/Fechenheim/Riederwald mit 15 Anträgen je 10.000 Einwohner und im Nordend mit 14 Anträgen je 10.000 Einwohner.

Verkehrsmittel-Nutzung ändert sich langfristig

Die Umweltprämie macht den Umstieg vom Auto auf den ÖPNV deutlich attraktiver, indem die Nutzer deutschlandweit ein Jahr lang kostenfrei volle Mobilität im Stadt-, Nah- und Regionalverkehr nutzen können. So haben fast zwei Drittel der Nutzer nach Prämienbeginn gar kein Auto mehr im Haushalt, ein Drittel schaffte den Zweitwagen ab.

„Insgesamt nimmt die Pkw-Nutzung deutlich ab – und das auch nachhaltig“, betont  Prof. Dr.-Ing. Tom Reinhold, Geschäftsführer von traffiQ. Vor Prämienbeginn nutzen 26 Prozent das Auto als Hauptverkehrsmittel, danach nur noch 7 Prozent. Hingegen bleibt der ÖPNV nach dem Ende der Prämie für 58 Prozent der Kunden das Hauptverkehrsmittel, vor der Prämie waren es erst 40 Prozent.

Die Zahl der Vielnutzer von Bahn und Bus steigt von 6 auf 28 Prozent, der Anteil an Zeitkartennutzern verdoppelt sich fast. Auch wird durch die Prämie häufiger Fahrrad gefahren und zu Fuß gegangen.

Menschen, Umwelt und Klima profitieren

„Für die Allgemeinheit wird der Nutzen auch auf den Straßen spürbar“, unterstreicht Tom Reinhold. Denn von den 560 abgeschafften Autos wurden 11 Prozent verschrottet. Autos in deutschen Städten belegen im Schnitt mehr als 23 Stunden am Tag einen Parkplatz. „Die über 500 Autos weniger in Frankfurt tragen auch dazu bei, den Parkdruck in der Stadt zu reduzieren“, erklärt Dezernent Siefert. Allein während des ersten Prämienjahrs wurden laut Evaluationsbericht etwa 1.300 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart. Ebenso geht der Ausstoß weiterer Abgase zurück, und es wird mit weniger Verbrennern auf den Straßen leiser.

Die Bilanz ist zudem wirtschaftlich positiv. „Den einmaligen Kosten von 400.000 Euro im ersten Jahr stehen künftig zusätzliche Einnahmen aus dem Ticketverkauf von jährlich 80.000 Euro von den neugewonnenen Zeitkartenkunden gegenüber“, sagt traffiQ-Geschäftsführer Reinhold. Nicht nur das: Wird die Umweltprämie in einem ähnlichen Umfang wie aktuell genutzt, können durch die CO2-Reduktion jährlich rund 100.000 Euro eingespart werden.

„Die Umweltprämie ist ein kleiner Baustein zur Umsetzung der Mobilitätswende in Frankfurt – aber sie wirkt“, erklärt Dezernent Siefert. Der Evaluationsbericht Umweltprämie bietet nun der Öffentlichkeit und den Stadtverordneten alle Daten und Fakten, um über die Zukunft des Angebots nach dem dreijährigen Pilotzeitraum zu entscheiden.

Weitere Informationen zur Umweltprämie unter rmv-frankfurt.de/umweltpraemie und zum Evaluationsbericht unter rmv.de/c/de/studie-umweltpraemie

Erneute Verlängerung des Ersatzkonzepts bei der S-Bahn Hannover

Die S-Bahn Hannover setzt das im Juni 2025 gestartete Ersatzkonzept auf der Linie S6 weiterhin fort. Das Fahrzeugersatzkonzept der modernen “Mireo-Smart-Züge” von Siemens Mobility soll nun auch über den 13. Februar 2026 hinaus fortgeführt werden. Die drei Mireo-Fahrzeuge werden bis zum 23. März 2026 weiterhin zwischen Hannover Hauptbahnhof und Celle verkehren. Mit der Verlängerung dieses Konzeptes stabilisiert die S-Bahn Hannover weiterhin die Fahrzeugverfügbarkeit im Netz und schafft zusätzliche Planungssicherheit für die Fahrgäste. Die Mireo Smart-Züge bieten zeitgemäßen Komfort, erfüllen die aktuellen EU-Richtlinien zur Barrierefreiheit und verfügen über eine moderne Ausstattung.

Bei den bekannten unterschiedlichen Bahnsteighöhen im S-Bahnnetz der Region Hannover stehen weiterhin die geläufigen Mireo-Rampen zur Verfügung, sodass auch mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sicher ein- und aussteigen können. Gleichzeitig wird nach wie vor mit Hochdruck daran gearbeitet, die ET 425-Altfahrzeuge schrittweise in den Betrieb zurückzuführen, um langfristig ein stabiles und fahrgastfreundliches Angebot gewährleisten zu können.

Keine Weiterfahrt des Maas-Wupper-Express nach Eindhoven

Ab Dezember 2026 sollte die grenzüberschreitende Verbindung mit dem Regionalexpress RE 13 zwischen den Niederlanden und Deutschland ausgeweitet werden. SPNV-Kunden sollten die bestehende Linie dann direkt und ohne Umstieg von Hamm über Wuppertal, Düsseldorf, Mönchengladbach und Venlo bis nach Eindhoven nutzen können. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) arbeitet gemeinsam mit dem Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) sowie dem Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft (IenW) in den Niederlanden und der Provincie Noordbrabant bereits seit 2016 an der Realisierung der internationalen Bahnverbindung. Nun zeichnet sich sehr deutlich ab, dass die Verbindung vom bisherigen Linienende in Venlo bis nach Eindhoven nicht wie vorgesehen umgesetzt werden kann. Ursächlich sind insbesondere Verzögerungen bei der Fahrzeuglieferung. Parallel verzögern sich notwendige Arbeiten im und um den Bahnhof Venlo.

Lieferverzögerungen der Mehrsystemfahrzeuge

Die bestellten Mehrsystemfahrzeuge vom Typ FLIRT3XL von Stadler sind erforderlich, um den Betrieb sowohl auf deutscher als auch auf niederländischer Infrastruktur durchführen zu können. Ohne diese Fahrzeuge ist ein durchgehender internationaler Betrieb nicht möglich – und genau diese Züge fehlen. Die Folge: Der RE 13 kann in einer Übergangsphase nur wie bisher zwischen Hamm und Venlo verkehren. Aufgrund der Lieferverzögerungen ist in der Übergangsphase ein Betrieb mit Ersatzfahrzeugen erforderlich, da die bislang eingesetzten Fahrzeuge nach Vertragsende nicht mehr zur Verfügung stehen. Diese Fahrzeuge sind technisch nicht in der Lage, die niederländische Strecke weiter Richtung Eindhoven zu bedienen.

„Wir wissen, wie wichtig diese internationale Verbindung für viele Reisende ist. Umso entscheidender ist es, dass die notwendigen Fahrzeuge schnellstmöglich bereitstehen. Wir appellieren an den Hersteller, die weitere Produktion mit höchster Priorität voranzutreiben. Unser gemeinsames Ziel bleibt eine zuverlässige und attraktive Verbindung zwischen Deutschland und den Niederlanden.“

VRR-Vorstandssprecher Oliver Wittke

Infrastrukturarbeiten in den Niederlanden

Parallel verzögern sich notwendige Arbeiten im und um den Bahnhof Venlo. Diese Maßnahmen sind eine weitere Voraussetzung für den grenzüberschreitenden Betrieb über Venlo hinaus Richtung Eindhoven. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird die Umsetzung der Arbeiten in Venlo noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die niederländischen Partner prüfen gemeinsam mit dem niederländischen Eisenbahninfrastrukturunternehmen ProRail und den beteiligten Eisenbahnunternehmen Möglichkeiten, den Zeitraum der Einschränkungen zu überbrücken und Abläufe zu beschleunigen, damit sich die Umsetzung nicht weiter bis möglicherweise in die 2030er Jahre verzögert.

Ausblick und weitere Informationen

VRR und NWL auf deutscher sowie das IenW und die Provincie Noordbrabant auf der anderen Seite der Grenze arbeiten weiterhin intensiv daran, die internationale Verbindung Eindhoven–Hamm so schnell wie möglich zu realisieren. „Alle beteiligten Institutionen stehen in engem Austausch, um die bestmögliche Lösung für die Fahrgäste auf beiden Seiten der Grenze zu erreichen. Wir verfolgen gemeinsam das Ziel, diese wichtige internationale Verbindung so schnell wie möglich Realität werden zu lassen“, so Oliver Wittke.

Gleichzeitig gilt: Ohne rechtzeitig verfügbare Mehrsystemfahrzeuge ist ein zuverlässiger, durchgehender Betrieb nicht darstellbar. Der VRR erwartet daher von Stadler eine deutliche Beschleunigung der Auslieferung.

Hoffnung auf baldigen Fortschritt bei der Franken-Sachsen-Magistrale

Bei der Elektrifizierung der international bedeutsamen Strecke zeichnet sich die Fortführung der seit vier Jahren unterbrochenen Planungen ab. Nach einer Kabinettssitzung in München betonte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), dass die Planungen mit Hochdruck vorangetrieben werden: „Bei der Franken-Sachsen-Magistrale sind wir auf einem guten Weg. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die nächsten Schritte bald gehen können.“ Ziel sei es, rasch Baureife zu erreichen und die Finanzierung sicherzustellen.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) ergänzte, er erwarte, „dass gegen Ostern die Planungsverträge unterzeichnet sind“. Damit könne der nächste entscheidende Schritt zur Elektrifizierung der Strecke eingeleitet werden. Bereits bei den anstehenden Planungen der maroden Pegnitzbrücken müsse die Elektrifizierung von Beginn an mitgedacht werden: „Das habe ich vom ersten Tag an klar gesagt.“

Zusätzlichen Druck erhält das Projekt durch seine internationale Dimension. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš stellte einen Tag vor der Kabinettssitzung die Frage, ob „Deutschland wirklich daran interessiert ist weiterzubauen“. Zum gemeinsamen Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg–Eger–Pilsen–Prag hatten sich beide Länder in einem Abkommen 1995 verpflichtet. Während Tschechien seinen Teil bereits 2012 umgesetzt hat, wartet der deutsche Abschnitt bis heute auf die Umsetzung.

Ministerpräsident Markus Söder unterstrich die strategische Bedeutung der bislang „unterentwickelten“ Ost-West-Verbindungen. Die Franken-Sachsen-Magistrale sei „ganz zentral für die Entwicklung“ Bayerns. Tschechien sei inzwischen der viertwichtigste Handelspartner des Freistaats, täglich pendelten rund 25.000 Menschen über die Grenze. Gerade im Grenzraum sei die Verkehrsinfrastruktur das wichtigste Zukunftsthema.

Auch die Oberbürgermeister des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes haben im Januar in Plauen die sofortige Wiederaufnahme der Planungen gefordert, damit die mehrjährige Erneuerung der 18 Pegnitzbrücken mit der Elektrifizierung verknüpft werden kann. „Die jährlichen Streckensperrungen für die Brückenarbeiten sind lang genug, dass sie auch für die Arbeiten an den Tunnel und an den Fahrleitungen genutzt werden können. Das reduziert die Sperrzeiten und spart Zeit und Kosten. Da die Planungen für die neuen Brücken bereits weit fortgeschritten sind, muss die Planung der Elektrifizierung rasch nachgezogen werden“, so die Oberbürgermeister, „nur so kann auch der Bauablauf im engen Pegnitztal optimal aufeinander abgestimmt werden“.

Nächste Schritte: Schneller Planungsbeginn

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat im November 2025 die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um die Weiterplanung der Franken-Sachsen-Magistrale wieder aufzunehmen. Damit kann das Bundesverkehrsministerium die DB InfraGO kurzfristig mit der Planung beauftragen. Ziel ist es, die Elektrifizierung mit der Erneuerung der Pegnitztal-Brücken zu bündeln und ab 2030 gemeinsam umzusetzen. Dieses Vorgehen wird von Bund, Freistaat Bayern und DB InfraGO gemeinsam getragen und wurde zur Sitzung des Bayerisch-Sächsischen-Städtenetzes im Januar 2026 in Plauen von allen Oberbürgermeistern gefordert.