Auf großen Monitoren sehen die Verkehrsmeister die aktuellen Positionen aller Stadtbusse in Münster und den Ladestand der Elektrobusse. Per Knopfdruck erreichen sie jeden Bus und beantworten die Funksprüche der Busfahrer. Die rund um die Uhr besetzte Verkehrsleitstelle der Stadtwerke ist das Herzstück des Busverkehrs.
Sie befindet sich im gerade renovierten Verwaltungsgebäude am Betriebshof der Stadtwerke: „Mit der Renovierung des 50 Jahre alten Gebäudes haben wir die Räumlichkeiten für unsere Leitstelle ausgebaut, die Technik modernisiert und damit die Arbeitsbedingungen für die Verkehrsmeisterinnen und Verkehrsmeister deutlich verbessert“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Gäfgen. Davon profitieren auch die Fahrer der Stadtbusse, denen die Leitstellen-Mitarbeitenden effizienter weiterhelfen können. „Alles, was wir tun, dient am Ende den Fahrgästen in Münsters Bussen“, so Gäfgen.
Zusammen mit Frank Gäfgen hat sich Oberbürgermeister Tilman Fuchs die neuen Räumlichkeiten angesehen: „Die modernisierte Leitstelle der Stadtwerke ist ein starkes Zeichen dafür, wie konsequent wir in Münster an einem leistungsfähigen und klimafreundlichen Nahverkehr arbeiten. Hier kommen moderne Technik und das große Engagement der Mitarbeitenden zusammen, damit täglich über 100.000 Fahrgäste sicher, zuverlässig und gut vernetzt ans Ziel gelangen. Diese Investition stärkt nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern auch die Zukunftsfähigkeit unseres ÖPNV für die Menschen unserer Stadt“, erklärt Fuchs. Die Umsetzung der Mobilitätswende und Stärkung des ÖPNV ist Teil der städtischen Nachhaltigkeitskonzepte und der Unternehmensstrategie der Stadtwerke.
Neben der Leitstelle befinden sich rund 40 weitere Arbeitsplätze in Einzel- und Mehrfachbüros in dem Gebäude, von Liniennetzplanung über Fahrgastinformation bis hin zur Telematik, also der Datenübertragung und -verarbeitung zwischen Bus und Computersystemen. Für die Büroarbeit setzen die Stadtwerke auf Desksharing, da durch Homeoffice und mobiles Arbeiten nicht für alle Mitarbeiter ein Schreibtisch benötigt wird. Feste Arbeitsplätze sind die Ausnahme, stattdessen buchen sich die Mitarbeitenden flexibel einen Platz in einem freien Büro. Besprechungsräume sind für hybride Termine ausgerüstet, so dass nicht alle Teilnehmenden vor Ort sein müssen.
Die Kernsanierung des Gebäudes haben die Stadtwerke im vorgesehenen Budget und termingetreu abgeschlossen. „Wir haben uns bewusst für die Sanierung und gegen einen Neubau entschieden, da das nachhaltiger ist. Die noch gute Gebäudesubstanz konnten wir so weiternutzen, aber trotzdem eine moderne Arbeitsumgebung für unsere Mitarbeitenden schaffen“, erklärt Frank Gäfgen.
Der Betriebshof der Stadtwerke wurde im Jahr 1974 errichtet und ist seitdem immer wieder modernisiert worden, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und Innovationen wie die Elektrifizierung der Busflotte zu ermöglichen. Dafür haben die Stadtwerke in den letzten zehn Jahren Werkstatt und Wagenhallen mit neuer Technik ausgerüstet.









