Das Frelo-Netz wächst 2026 deutlich

Im neuen Jahr gibt es einen Neustart des beliebten Fahrradvermietsystems Frelo: Es wächst weiter über die Stadt Freiburg hinaus in die Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald. Insgesamt wird es ab März 162 Frelo-Stationen geben, davon 100 in Freiburg, 40 im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und 22 im Landkreis Emmendingen. 18 Kommunen im Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) sowie der Gewerbepark Breisgau bieten dann zusätzlich Frelo-Stationen an.

Von einer „echten Erfolgsgeschichte“ sprach Martin Horn, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg:

„Jetzt schreiben wir gemeinsam ein neues Kapitel. In Freiburg werden wir ab Januar neue Fahrräder, Lastenräder und erstmals auch E-Räder anbieten. Im Frühjahr wird Frelo dann weiter in die Region wachsen. Das ist ein wichtiger Schritt und ein starkes Signal für die gute Zusammenarbeit in unserem Verkehrsverbund RVF. So bringen wir die Region noch näher zusammen.“ 

Horn, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des RVF ist, warb bei weiteren Gemeinden für eine Teilnahme am beliebten Fahrradvermietsystem. „Ich bin optimistisch: Frelo wird auch in weiteren Gemeinden überzeugen. Wir freuen uns, wenn noch mehr Orte dazukommen – denn nachhaltige Mobilität darf nicht an der Stadtgrenze aufhören.“

In Freiburg selbst erreicht Frelo seit seiner Einführung 2019 jährlich Ausleihrekorde. „Wir sind sehr glücklich, dass die Freiburgerinnen und Freiburger Frelo so gut annehmen und in ihrem Alltag nutzen. Wir hatten 2024 mehr Frelo-Ausleihen als das Fahrradvermietsystem in München, obwohl dort fünf Mal so viele Räder stehen und sechs Mal so viele Bürgerinnen und Bürger leben“, erklärte Freiburgs Mobilitätsbürgermeister Martin Haag. „Jede Ausleihe hilft uns, unsere wichtigen Klimaziele zu erreichen“, sagte Haag weiter.

Gemeinden finanzieren moderne Mobilitätsform

Nach dem Erfolg in Freiburg haben sich weitere Kommunen für Frelo entschieden. In manchen Gemeinden und Städten in der Region zunächst in Form von Pilotstationen. Nach positiver Resonanz werden diese in den nächsten Wochen zu regulären Stationen. Zusätzliche Standorte kommen hinzu. „Ich danke den Gemeinden, dass sie diesen innovativen Weg für die Mobilität von morgen mitgehen und die Frelo-Stationen finanzieren“, erklärte Landrat Dr. Christian Ante. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass Frelo für die sogenannte letzte Meile zum Bahnhof, zum Arbeitsplatz oder aber auch die Fahrt in den Nachbarort genutzt wird. Ante ist überzeugt: „Ich bin sicher, dass die Kommunen mit Frelo weiter an Attraktivität gewinnen. Wir sehen jetzt schon bei den Pilotstationen, dass Frelo auch für Unternehmen positiv ist und sie sich über dieses Mobilitätsangebot für ihre Mitarbeitenden freuen.“ 

Flexible Ergänzung zu Bus und Bahn

„Wir haben in den letzten Jahren viel investiert in den Ausbau des Regionalbus-Angebots. In jeder unserer Kommunen im Landkreis Emmendingen fahren die Busse seit diesem Jahr stündlich. Mit Frelo kommt nun ein weiteres Angebot für eine regionale klimafreundliche Mobilität hinzu. Die Leihräder sind eine willkommene Alternative zum Auto für Pendlerinnen und Pendler und für alle, die unsere schöne Region erkunden wollen“, sagte Hanno Hurth, Landrat des Landkreises Emmendingen. Der große Vorteil von Frelo sei die Flexibilität: „Mit Frelo kann man individuell planen, weil die Räder ganz unabhängig vom Fahrplan rund um die Uhr ausleihbar sind“, sagte Hurth weiter zu den Vorteilen von Frelo. 

E-Frelos zuerst in Freiburg, dann in der Region

„Frelo leistet einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung einzelner Gemeinden“, führte Timm Anders, Geschäftsführer des RVF, aus. Gerade auch die E-Frelos mit einer Mindest-Reichweite von 60 Kilometern erlauben die Fahrt von Ort zu Ort. Insgesamt werden im Verbundgebiet des RVF fast 1.200 Räder ausleihbar sein, davon 206 E-Frelos. Bereits ab Januar sind E-Frelos in der Stadt Freiburg verfügbar, ab März dann auch an Stationen in der Region. Aufgrund der Neu-Ausschreibung wird es an allen Stationen im gesamten RVF auch neue Standard-Frelos geben. 

Einheitliche Preise im gesamten RVF – Rabatte für viele

Im gesamten RVF-Gebiet wird es einheitliche Preise für Frelo geben. Die Standard-Frelos kosten weiterhin 1 Euro je 30 Minuten, die E-Frelos 2 Euro je 30 Minuten und die Lastenfrelos 2,50 Euro je 30 Minuten. Alle, die ein RVF-Abo haben (Deutschland-Ticket oder Regiokarte) erhalten 1 Euro Rabatt auf jede Ausleihe. Damit sind die Standard-Frelos in den ersten 30 Minuten kostenlos für diese Zielgruppe. „Inzwischen beziehen rund 116.000 Menschen ihr Deutschland-Ticket über die VAG. Sie alle profitieren vom Rabatt“, sagte Magdalena Schneider, verantwortlich für das Mobilitätsmanagement von RVF und VAG. Auch Studierende der Albert-Ludwigs-Universität, der Hochschule für Musik Freiburg, der Pädagogischen Hochschule und der Hochschule Macromedia fahren die ersten 30 Minuten kostenlos mit den Standard-Frelos. 

 „Wir verstehen uns als Mobilitätsverbund und haben das Ziel, dass alle Menschen umweltfreundlich von Tür zu Tür kommen“, erklärt Timm Anders. „Mobilität ist heute viel mehr als Bus und Bahn – deshalb gehört die Integration von Sharing-Angeboten – allen voran Frelo– zu unserer Kernaufgabe“, so Anders weiter.

Planungsbeschleunigung: Schienen-Ausbau wird kaum profitieren

Die Allianz pro Schiene blickt kritisch auf das im Bundeskabinett beschlossene sogenannte Infrastruktur-Zukunftsgesetz. Zwar bewertet das gemeinnützige Verkehrsbündnis positiv, dass der Aus- und Neubau auf der Schiene künftig erleichtert werden soll. Jedoch werde es auch mit diesem Gesetz in der Praxis kaum Beschleunigung geben, da für den Aus- und Neubau der Schiene im Bundeshaushalt weiterhin keine ausreichenden Gelder eingeplant sind.

„Es dauert in Deutschland einfach viel zu lange, bis ein geplantes Schienenprojekt tatsächlich gebaut und fertiggestellt wird. Und deshalb ist es grundsätzlich gut, dass die Bundesregierung sich endlich vorgenommen hat, die Planungs- und Bauzeiten zu verkürzen. Wir haben dazu bereits vor drei Jahren in der Beschleunigungskommission Schiene entsprechende Vorschläge gemacht.“

Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene

Das vorgesehene „überragende öffentliche Interesse“ für weitere Infrastrukturprojekte sowohl bei der Schiene als auch bei der Straße werde sich allerdings in der Praxis ganz unterschiedlich auswirken: „Wenn der Bund weiterhin nur wenig Geld für den Aus- und Neubau der Schiene im Bundeshaushalt bereitstellt, wird auch eine gesetzlich verordnete Planungsbeschleunigung nicht zu neuen oder zusätzlichen Gleisen führen“, so Flege. Bei der Straße wiederum werde das Gesetzesvorhaben sehr wohl zu einer Beschleunigung führen: „Der Bundesverkehrsminister hat für den Straßenneubau drei Milliarden Euro zusätzlich aus dem Bundeshaushalt reserviert. Das bedeutet, wir werden unterm Strich den Bau klimapolitisch fragwürdiger neuer Autobahnen und Bundesstraßen beschleunigen – und damit dafür sorgen, dass der Bund bei der Instandhaltung bröckelnder Brücken und Straßen noch weniger hinterherkommt als bisher. Wir brauchen bei der Infrastruktur eben nicht schneller mehr von allem – sondern schneller mehr vom richtigen.“

Für einen tatsächlich beschleunigten Aus- und Neubau auf der Schiene sei es entscheidend, dass die Bundesregierung nun schnell einen Infraplan zusammen mit einer verbindlichen und mehrjährigen Finanzierung auf den Weg bringe. Flege: „Denn eins ist doch klar: Nur wenn es Verbindlichkeit bei Zeithorizont und Finanzierung gibt, dann wird es auch beim Schienenausbau tatsächlich vorangehen. Schienenausbau auf Sparflamme und gleichzeitig Vollgas beim Straßenbau: So gestaltet man keine Verkehrspolitik für die Zukunft.“

DB schließt Rahmenverträge für mehr als 3.000 neue Busse

Die Deutsche Bahn (DB) schafft die Voraussetzungen für massive Investitionen in neue Fahrzeuge: Über Rahmenverträge mit verschiedenen Herstellern plant das Unternehmen, in den kommenden Jahren mehr als 3.000 hochmoderne Busse mit Hybrid- oder Elektroantrieb anzuschaffen. Sie werden für die Regionalverkehrstochter DB Regio AG in ganz Deutschland eingesetzt.

Die Rahmenverträge sind das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung, mit der die DB ihre Busflotte weiter modernisiert und elektrifiziert: Als Hauptpartner liefert das Münchner Unternehmen MAN Truck & Bus Niederflur- und Überlandbusse mit Hybrid- und Elektroantrieb; eine kleinere Flotte von E-Überlandbussen liefert der chinesische Hersteller BYD aus seiner Produktion in Ungarn. Dieses Segment macht rund fünf Prozent der erwarteten Fahrzeuge aus. Daneben schließt die DB nachrangige Rahmenverträge mit IVECO, Scania, Daimler Buses und Zhongtong, um die Verfügbarkeit neuer Fahrzeuge abzusichern.

„Mit den neuen Bussen kommen unsere Fahrgäste weiterhin zuverlässig, komfortabel und umweltfreundlich ans Ziel. Die langlaufenden Verträge garantieren, dass wir immer moderne Fahrzeuge haben und diese eng mit den Herstellern weiterentwickeln können. Dass der weitaus größte Anteil der Busse von einem Münchner Hersteller kommt, ist eine gute Nachricht für den Industriestandort Deutschland.“

Harmen van Zijderveld, DB-Vorstand für Regionalverkehr

Es ist die bislang größte Vergabe im Busbereich in der Geschichte von DB Regio. Geplant ist die Abnahme von rund 3.300 Solo- und Gelenkbussen; bei Konfiguration und Antrieb erlauben die Verträge größtmögliche Flexibilität. Im Rahmen der Verträge kann DB Regio weitere Kontingente in Anspruch nehmen, wenn das Verkehrsunternehmen zusätzliche langfristige Aufträge gewinnt. Die Rahmenverträge summieren sich auf mehr als eine Milliarde Euro, sie haben eine Laufzeit von sechs Jahren. Die Busse sollen in den Jahren 2027 bis 2032 geliefert werden.

Mit den neuen Fahrzeugen baut DB Regio den Anteil batterie-elektrisch angetriebener Busse in der Flotte weiter aus. Daneben kommen Busse mit kraftstoffsparenden Hybridmotoren zum Einsatz, in denen ein Elektromotor beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt und in denen beim Bremsen Energie zurückgewonnen wird. Die Fahrzeuge können außer klassischem Diesel auch alternative Kraftstoffe wie „Hydrotreated Vegetable Oils“ (HVO) tanken und erfüllen die Anforderungen der Euro6e-Norm. Für die E-Busse garantieren die Hersteller hohe Reichweiten von über 300 Kilometern ohne Nachladen über die gesamte Nutzungsdauer.

Alle Busse bieten USB-Anschlüsse an den Sitzen, sodass Fahrgäste unterwegs ihre Smartphones laden können. LEDs sorgen für eine angenehme und energiesparende Innenbeleuchtung, speziell gepolsterte Sitze für Komfort bei Fahrten über Land. Außerdem sind alle neuen Solo- und Gelenkbusse klimatisiert, die Elektrobusse haben durchgängig Klimaanlagen mit einem klimaneutralen Kältemittel und kommen ohne fossile Zusatzheizungen aus. Für zusätzliche Sicherheit im Straßenverkehr sind alle neuen Busse unter anderem mit LED-Scheinwerfern, Abbiegeassistent und Rückfahrkamera ausgerüstet.

Großen Wert hat die DB bei der Vergabe auf hohe Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus gelegt: Neben den Anschaffungskosten wurden Energieverbrauch, Instandhaltungsaufwand und weitere Qualitätskriterien betrachtet. Die DB hat bei dem Verfahren im Rahmen des vergaberechtlich Zulässigen auch die Lage der Produktionsstandorte und den Umfang des Servicenetzes der Hersteller berücksichtigt. Zudem stellte die DB hohe Ansprüche an die ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung (CSR) ihrer künftigen Lieferanten.

Alexander Kalouti sitzt dem DSW21-Aufsichtsrat vor

Der Aufsichtsrat der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) hat einen neuen Vorsitzenden: In seiner Sitzung am 12. Dezember 2025 wählte das Gremium Alexander Kalouti an seine Spitze. Dortmunds neuer Oberbürgermeister löst auch in dieser Funktion seinen Vorgänger Thomas Westphal ab. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Sven Hartleif. Der Betriebsratsvorsitzende von DSW21 repräsentiert im Führungs-Duo die Arbeitnehmerseite.

„Ich bedanke mich bei Thomas Westphal für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den zurückliegenden fünf Jahren, in denen er DSW21 und die 21-Gruppe als OB und Aufsichtsratsvorsitzender durch eine herausfordernde Zeit begleitet hat“, sagt Jörg Jacoby, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Stadtwerke AG. „Vor uns liegen bei der Mobilitäts-, Energie- und Wärmewende gewaltige Aufgaben. Meine Vorstandskollegen Harald Kraus und Ulrich Jaeger freuen sich mit mir darauf, sie gemeinsam mit Alexander Kalouti und dem neu konstituierten Aufsichtsrat in Angriff zu nehmen. Die ersten Gespräche stimmen mich sehr zuversichtlich, dass wir gute Lösungen für die Dortmunder Bürgerinnen und Bürger finden werden.“

OB Alexander Kalouti: „Ich danke dem Aufsichtsrat für das entgegengebrachte Vertrauen und freue mich auf die gemeinsame Arbeit. DSW21 ist ein zentraler Motor für die Entwicklung unserer Stadt. Als Aufsichtsratsvorsitzender ist es mir ein besonderes Anliegen, die anstehenden Transformationsprozesse verlässlich zu begleiten und dafür zu sorgen, dass wir mutig, innovativ und sozial ausgewogen handeln. Für unsere Bürgerinnen und Bürger. Für Dortmund.“

Neu im Aufsichtsrat der 100-prozentigen Stadt-Tochter DSW21 ist aber nicht nur Oberbürgermeister Alexander Kalouti. Auch darüber hinaus gab es nach der Kommunalwahl im September personelle Veränderungen. Auf der Arbeitgeberseite sind neben dem OB nun Carla Neumann-Lieven, Jens Peick (beide SPD), Dr. Jendrik Suck, Sascha Mader (beide CDU), Katrin Lögering, Thomas Eltner (beide Bündnis 90/Die Grünen), Michael Kauch (FDP), Utz Kowalewski (Die Linke) und Heinrich Theodor Garbe (AfD) im paritätisch besetzten Kontrollgremium der DSW21 AG vertreten. In der Stadtwerke Holding sitzt SPD-Ratsfrau Christina Alexandrowiz anstelle von Thomas Eltner von den Grünen.

Wuppertal: „Hol Mich! App“ nicht mehr finanzierbar

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) stellen zum 31. März 2026 das On-Demand-Angebot „Hol Mich! App!“ ein. Damit konzentrieren sich die WSW auf den Linienbetrieb im Nahverkehr und setzen ihre Mittel dort ein, wo sie die Personenbeförderung besonders effektiv und nachhaltig verbessern können.

Der On-Demand-Verkehr der WSW wurde 2020 als Teil des Forschungsprojekts „Bergisch Smart Mobility“ eingeführt. Ziel des Projekts war es, auf Basis der in Wuppertal gewonnenen Erfahrungen digitale Mobilitätslösungen zu entwickeln sowie erste Schritte in Richtung autonomes Fahren im ÖPNV zu machen. Ein wichtiger Punkt war außerdem, das On-Demand-Angebot in den bestehenden Linienverkehr zu integrieren, um diesen effizienter gestalten zu können. Für das Projekt gab es eine Anschubförderung im Rahmen des Forschungsprojekts. Die Förderung lief Ende März 2022 aus. Seitdem finanzieren die WSW den Abholservice aus eigenen Mitteln.

In den ersten Betriebsjahren hatte sich die “Hol Mich! App” bei den Fahrgästen etabliert, die Fahrgastzahlen waren bis Ende 2024 gestiegen. Im Jahr 2024 nahmen über 100.000 Fahrgäste das Angebot wahr. Trotz dieser positiven Entwicklung war und ist das Angebot für die WSW ein Zuschussgeschäft. Die Einnahmen durch Tickets reichen nicht aus, um die laufenden Kosten zu decken.

Mit verstärkt auf den Markt kommenden alternativen Mobilitätsangeboten wie anderen Fahrdienstleistern oder E-Scootern gingen die Fahrgastzahlen im Laufe des Jahres 2025 um rund 17 Prozent zurück. Erschwerend kommt dazu, dass die Betriebskosten für Fahrzeuge, Fahrpersonal und Wartung stetig steigen. Und auch die angestrebte Integration in das derzeitige ÖPNV-System ließ sich nicht wirtschaftlich realisieren.

Vor diesem Hintergrund muss das „Hol Mich! App“-Angebot leider zum 31. März 2026 eingestellt werden. Die WSW konzentrieren sich auf den öffentlichen Linien-Nahverkehr und setzen ihre Ressourcen gezielt dort ein, wo sie den größten Beitrag zur nachhaltigen und effizienten Personenbeförderung leisten. Darüber hinaus arbeiten die WSW auch weiterhin an innovativen Mobilitätskonzepten und entwickeln entsprechende Innovationen dahingehend stetig weiter.

Erster Batteriezug in Hessen startet Testbetrieb

Ab dem 16. Dezember 2025 startet auf der sogenannten Ländchesbahn zwischen Wiesbaden und Niedernhausen ein neues Kapitel im hessischen Schienenverkehr: Erstmals wird in Hessen ein Batteriezug (BEMU = Battery Electric Multiple Unit) im regulären Fahrgastbetrieb eingesetzt. Das hochmoderne Fahrzeug vom Typ Mireo Plus B des Herstellers Siemens Mobility wird ein Jahr lang im Testbetrieb unterwegs sein.

“Mehr als ein Drittel der Schienenstrecken in Hessen sind nicht elektrifiziert. Der nun erstmals in Hessen getestete Zugtyp kombiniert eine elektrische Antriebsleistung mit modernen Batterien, sodass der Batteriezug auch auf Abschnitten ohne Oberleitung dieselfrei unterwegs ist. Damit kann der neue Zug einen Beitrag auf dem Weg zu einem lokal CO₂-ärmeren Schienenverkehr in Hessen leisten.“

Kaweh Mansoori, Verkehrsminister Hessen

Der Testbetrieb wird aus Mitteln des RMV finanziert und dafür beim Siemens-Tochterunternehmen Smart Train Lease GmbH ein Fahrzeug angemietet. Die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Testeinsatz sollen in die Planung zukünftiger Fahrzeugkonzepte und Ausschreibungen einfließen. Die Hessische Landesbahn ist Betreiberin der RB21 „Ländchesbahn“ und hat ihre Lokführer auf das neue Fahrzeug geschult.

„Mit dem Start des Batteriezugs machen wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung klimafreundlicher Mobilität. Ab 2030 werden wir in unseren Ausschreibungen für nicht-elektrifizierte Strecken keine Dieselzüge mehr vorsehen. Wir sind technologieoffen – ob Elektrifizierung, Batterie oder Wasserstoff. Denn fest steht, die Zukunft des Nahverkehrs ist emissionsfrei.“

RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat

„Ziel des Pilotprojekts ist es, die Alltagstauglichkeit der neuen Technologie unter realen Betriebsbedingungen zu erproben und weitere Erfahrungen für den zukünftigen Einsatz emissionsfreier Züge auf nicht elektrifizierten Strecken zu sammeln.“

Veit Salzmann, Geschäftsführer der Hessischen Landesbahn

„Der nun auch in Hessen eingesetzte Mireo Plus B fährt unterwegs mit Batterie und lädt überall dort auf, wo eine Oberleitung existiert, wie in Wiesbaden oder Niedernhausen. Der Zug ist aber nicht nur in der Antriebstechnologie ‘state of the art’, sondern auch bei der Ausstattung. Hierzu gehören bereits aus anderen modernen Zügen bekannte Merkmale wie WLAN oder große Infodisplays aber auch ganz neu speziell von uns entwickelte Hochfrequenz-Scheiben, die für deutlich verbesserten Mobilfunkempfang sorgen. Zudem sendet das Fahrzeug Informationen, wann welches Bauteil gewartet werden muss.“

Benjamin Dobernecker, CEO der Smart Train Lease GmbH

Vorgesehen sind je Richtung und Tag vier Fahrten zu unterschiedlichen Zeiten. Die stark nachgefragten Fahrten werden weiterhin mit zwei gekoppelten Dieselzügen durchgeführt, um ausreichend Platz zu bieten.

Volker Otto bleibt Vorsitzender des VRS-Beirats

In der jüngsten Sitzung des Unternehmensbeirats des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) stand die Wahl des Vorsitzenden und seiner Stellvertreter auf der Tagesordnung. Dabei wurde der bisherige Vorsitzende Volker Otto einstimmig in seinem Amt bestätigt. Somit steht der Geschäftsführer der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft mbH (RSVG) auch für die kommenden fünf Jahre an der Spitze des Beirats. Volker Otto ist seit 01. Januar 2018 Geschäftsführer der RSVG. Zuvor war er bei der Deutschen Bahn und bei Veolia/Transdev in verschiedenen Positionen tätig.

Zu Volker Ottos erster Stellvertreterin wurde Anja Höhn von den Kölner Verkehrs-Betrieben ebenfalls im Amt bestätigt. Bei der KVB leitet Anja Höhn den Bereich Absatz. Der Posten des zweiten Stellvertreters ging wieder an Anno Schichler-Koep, den Geschäftsführer der Stadtverkehr Euskirchen GmbH (SVE). Auch die Stellvertreter-Wahlen waren jeweils einstimmig.

„Ich freue mich, dass mir die Beiratskolleginnen und -kollegen ihr Vertrauen auch für die kommenden fünf Jahre geschenkt haben. Es liegen viele Herausforderungen vor uns, die wir gemeinsam engagiert und zielführend angehen werden“, kommentierte Volker Otto seine Wiederwahl.

„Es ist ein sehr gutes Zeichen für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit des Beirats, dass der neue Vorstand einstimmig und ohne Nebengeräusche gewählt wurde. Es kommen arbeitsreiche Jahre auf uns zu, daher freue ich mich über die Kontinuität im Beiratsvorstand“, so VRS-Geschäftsführer Michael Vogel.

VDV: „Branche und Politik müssen mutiger werden“

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) bleibt auf Mitgliederhöchststand: Unverändert sind 680 Unternehmen im Branchenverband des öffentlichen Personen- und Eisenbahnverkehrs organisiert, davon 71 als außerordentliche Mitglieder. „Diese Stabilität ist ein starkes Signal in bewegten Zeiten“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann. „Mitglieder, Branche und Branchenverband stehen bereit für die Transformation, die sich auf vielen Feldern abzeichnet. Doch dafür braucht es geeignete Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Die Bundesregierung hat dieses Jahr Signale des Aufbruchs gesetzt, doch Branche und Politik müssen mutiger werden. Jetzt kommt es darauf an, diesen Schwung ins Jahr 2026 mitzunehmen – dem ersten vollen Kalenderjahr, in dem die Regierungskoalition die Verkehrspolitik verantwortet. Unsere Mitglieder zeigen: Die Branche steht, bei allen Herausforderungen, geschlossen hinter dem Ziel, Mobilität in Deutschland und damit den Wirtschaftsstandort klimafreundlicher, verlässlicher und leistungsfähiger zu machen.“

Der VDV vertritt mit seinen 680 Mitgliedsunternehmen das gesamte Spektrum des öffentlichen Verkehrs und der Eisenbahn in Deutschland – vom städtischen Busbetrieb über Regionalbahnen und Straßenbahnen bis hin zu Schienengüterverkehrs- und Infrastrukturunternehmen. „Kontinuität in der Mitgliedschaft ist alles andere als selbstverständlich, wenn gleichzeitig Kosten steigen, Personal fehlt und die politische Rahmensetzung im Umbruch ist“, betont Wortmann. „Gerade jetzt braucht es einen starken Branchenverband, der die Interessen seiner Mitglieder bündelt, Prioritäten klar anspricht und mit einer Stimme gegenüber der Politik auftritt.“

Schienenjahr 2025 – jetzt müssen Entscheidungen folgen

Mit Blick auf die Eisenbahn sieht der VDV das Jahr 2025 als Wendepunkt: „Wir sind der Branchenverband für die Eisenbahn. 2025 haben wir die Schiene im VDV neu sortiert – organisatorisch, politisch und kommunikativ“, sagt VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff. „Mit einer klaren Agenda gegenüber dem Bund ist deutlich geworden: Wenn Klimaziele, Standortpolitik und Lebensqualität ernst genommen werden sollen, muss die Eisenbahn Priorität haben. Diese Botschaft senden wir heute geschlossen, gut begründet – und noch hörbarer als in den Jahren zuvor.“

Für das Jahr 2026 erwartet der Verband, dass der Bund seinen eigenen Ansprüchen gerecht wird: „Wir schauen auf Taten, nicht auf Überschriften“, so Wolff. „Kommt der zugesagte Infrastrukturfonds für die Schiene – und zwar so, dass Investitionen langfristig planbar werden? Wird das Trassenpreissystem tatsächlich reformiert, mit einem verlässlichen, mehrjährigen Preispfad und einem insgesamt niedrigeren Niveau? Gibt es nachvollziehbare Ziele für mehr Elektrifizierung und für ETCS, einschließlich der Fahrzeuge? Und wird der Bund Gleisanschlüsse und Terminals so fördern, wie er es sich selbst vorgenommen hat? An diesen Punkten wird sich entscheiden, wie ernst es die Politik mit der Schiene meint.“

Trassenpreise und Infrastrukturfinanzierung: Dringender Handlungsbedarf 

Besonders kritisch bewertet der VDV die Lage im Schienengüterverkehr. „Die Trassenpreiskrise ist strukturell nicht vom Eis“, warnt Wolff. „Ohne stabile Förderung und ohne grundlegende Reform drohen im Schienengüterverkehr Rückgänge, wo wir eigentlich mehr Verlagerung auf die Schiene brauchen. Gleichzeitig brauchen Infrastrukturbetreiber Sicherheit, um Planung und Bau zu beschleunigen. Deshalb müssen Trassenpreise und Infrastrukturfinanzierung jetzt zusammen gedacht werden – mit klaren Entscheidungen zu Beginn der Legislatur, nicht erst in ein paar Jahren.“ Die jüngsten Beschlüsse, einen für 2026 befürchteten sprunghaften Anstieg der Trassenpreise vorübergehend zu stoppen, verschaffen den Güterbahnen aus VDV-Sicht nur kurzfristig Luft. „Entscheidend ist, dass die nächste Bundesregierung das Trassenpreissystem dauerhaft reformiert und die Schiene als Rückgrat einer klimafreundlichen Logistik anerkennt“, so Wolff.

D-Ticket und ÖPNV-Modernisierungspakt: Aufbruch nicht ausbremsen

Mit Blick auf den öffentlichen Personenverkehr begrüßt der VDV, dass das Deutschland-Ticket bis 2030 in seinem Bestand politisch abgesichert wurde. Wortmann: „Die Einigung von Bundestag und Bundesrat beendet das Gezerre um das Deutschland-Ticket – das ist gut für Fahrgäste, Länder und Verkehrsunternehmen. Hier hat die aktuelle Regierung geliefert! Die Finanzierung ist damit aber nicht bis 2030 gesichert. Der Finanzierungsanteil von Bund und Ländern mit drei Milliarden Euro ist so hoch, dass Finanzierungssicherheit nicht allein aus der Dynamisierung des Ticketpreises kommen kann. Ohne eine Anpassung auch des Anteils von Bund und Ländern wird der Ticketpreis schnell und deutlich steigen. Das wird 2026 frühzeitig zu diskutieren sein. Der Index für die künftige Preisgestaltung des Deutschland Tickets muss aus Sicht der Branche Personal- und Energiekosten sowie allgemeine Kostensteigerungen realistisch abbilden. Und wir müssen, gemeinsam mit Bund und Ländern, die Marktpotenziale, etwa beim D-Ticket Job, durch offensive Bewerbung heben. Hier müssen sich neben der Branche auch Bund und Ländern engagieren, denn allen drei Partnern kommen mehr Ticketverkäufe und mehr Kundinnen und Kunden gleichermaßen zugute.“

Gleichzeitig mahnt der VDV das Tempo beim ÖPNV-Modernisierungspakt an, der im Koalitionsvertrag angekündigt ist: „Wenn Deutschland seine Klimaziele erreichen will, darf der ÖPNV-Modernisierungspakt nicht länger auf der langen Bank liegen“, so Wortmann.

Klare Kommunikation – Orientierung für Politik und Branche

Der VDV sieht seine Stärke im Zusammenspiel von fachlicher Tiefe und professioneller Kommunikation. Wolff: „Unser Team steht für etwas, das in dieser Dichte selten ist: kommunikative Professionalität und inhaltliche Tiefe werden bewusst zusammengeführt. Unsere Fachleute kennen Markt, Technik und Regulierung – und sie können das so aufbereiten, dass Politik und Branche es schnell greifen können. Schlagzahl und Schlagkraft der Schienenthemen im VDV sind deutlich gestiegen.“ Was der Verband von der Politik erwartet, formuliert Wolff bewusst deutlich: „Das heißt: Wir reden nichts klein, aber wir reden auch nichts schön. Wir benennen, was funktioniert, und wir benennen genauso offen, wo Ziele und Realität auseinanderlaufen. Wir erinnern den Bund an seine eigenen Zusagen zur Eisenbahn und liefern konkrete Vorschläge, wie sie umgesetzt werden können. Gleichzeitig geben wir unserer Branche Orientierung: Was sind die drei, vier Punkte, auf die es jetzt wirklich ankommt? Wenn das alle verstehen, gewinnt die Schiene politisch.“

Struktur und Organisation des Verbandes

Die 680 Mitglieder des VDV sind in fünf sogenannten Sparten organisiert: Bus, Tram, Personenverkehr mit Eisenbahn, Schienengüterverkehr sowie Aufgabenträger und Verbünde. Darüber hinaus hat der Verband neun Landesgruppen, in denen die Interessen der Mitglieder in den Bundesländern wahrgenommen werden. Für seine Arbeit in Berlin und Brüssel unterhält der VDV ein Hauptstadtbüro und ein Europabüro. Im Laufe dieses Jahres sind bislang 17 Unternehmen dem VDV beigetreten:

  • Rheingau-Taunus Verkehrsgesellschaft, Taunusstein
  • Dispo-Tf Rail GmbH, Berlin
  • Bahnbetrieb Gera GmbH, Gera
  • Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (DADINA), Darmstadt
  • Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn mbH, Gifhorn
  • Schweerbau Logistik GmbH, Stadthagen
  • Verkehrsverbund Großraum Ingolstadt AöR, Ingolstadt
  • NordWestBahn GmbH, Osnabrück
  • InfraServ GmbH & Co. Höchst KG, Frankfurt
  • AeroGround Flughafen München GmbH, München
  • Steiermarkbahn Transport und Logistik GmbH, Werndorf
  • Neo Lox GmbH, Bottrop
  • RBA Regionalbus Augsburg GmbH, Augsburg
  • Zürcher Bau GmbH, Meißenheim
  • KGT Gleis- und Tiefbau GmbH, Neuenhagen
  • Verkehrsgesellschaft Merzig-Wadern mbH, Merzig
  • HAM Rail Port GmbH, Glinde

Urbane Seilbahn Câble C1 in Paris eröffnet

Am 13. Dezember hat die urbane Seilbahn “Câble C1” die ersten Fahrgäste begrüßt. Die rund 4,5 Kilometer lange Seilbahnlinie verlängert die Metro-Linie 8 und verbessert damit die Anbindung der südlich gelegenen Vororte von Paris an das Verkehrsnetz von Île-de-France. Die Region erhält damit eine nachhaltige Verkehrslösung, die sämtliche Kriterien der urbanen Mobilität und des Angebots der lokalen Verkehrsbehörde
Île-de-France Mobilités (IDFM) erfüllt.

Die Câble C1 ist die erste urbane Seilbahn in der Region Île-de-France. Das Projekt zeigt, wie Seilbahnen als integraler Bestandteil des öffentlichen Verkehrsnetzes eine neue Mobilitätsebene erschließen können. Mit fünf Stationen auf einer Strecke von rund 4,5 Kilometern verbessert die Seilbahn das Mobilitätsangebot für die Gemeinden Créteil, Valenton, Limeil-Brévannes und Villeneuve-Saint-Georges erheblich.

„Seit 2016 engagieren wir uns für eine beispiellose Stärkung des öffentlichen Verkehrsangebots in Île-de-France. Angesichts der Klimakrise ist es unsere Verantwortung, den Bewohnern echte Alternativen anzubieten, indem wir bestehende Linien verstärken und neue Verbindungen schaffen. Es ist eine große Freude zu sehen, dass die Seilbahn Câble C1 realisiert wird. Diese städtische Seilbahn, die in der Île-de-France einzigartig ist, wird eine effiziente und innovative Transportlösung für alle Bewohner des Gebiets sein.“

Valérie Pécresse, Präsidentin der Region Île-de-France und Île-de-France Mobilités

Câble C1 ist Teil der Strategie von Île-de-France Mobilités, das ÖPNV-Angebot im Großraum Paris auszubauen und innovative Mobilitätslösungen zu fördern. Mit der Seilbahn hat Île-de-France ein System gewählt, das sich durch einen geringen Flächenverbrauch am Boden, eine schnelle Bauzeit und eine einfache Integration in die bestehende Infrastruktur auszeichnet. Dadurch können die Fahrgäste an allen Stationen bequem auf andere Verkehrsmittel wie Bus oder Metro umsteigen. Die Seilbahn bietet eine intermodale, schnelle, barrierefreie und CO₂-freie Verbindung über stark befahrene Straßen und Bahnstrecken hinweg. Sie soll künftig bis zu 11.000 Fahrgäste täglich ans Ziel bringen. Die Fahrzeit über die gesamte Strecke beträgt 18 Minuten – das ist etwa doppelt so schnell wie früher.

Mobilität für alle

Ein zentrales Thema bei der Umsetzung des neuen Verkehrssystems war die Barrierefreiheit für alle Fahrgäste. Die 105 Kabinen der Seilbahn bieten für bis zu 10 Personen einen Sitzplatz. Auch für Menschen im Rollstuhl, mit eingeschränkter Mobilität, Fahrräder und Kinderwagen sind sie komfortabel und ebenerdig zugänglich. Dazu gehören außerdem visuelle und akustische Fahrgastinformationen in Echtzeit, Videoüberwachung, ausreichend Haltegriffe und eine Gegensprechanlage für die Kommunikation mit dem Betriebspersonal. Auch die Stationen entsprechen den Anforderungen an Barrierefreiheit im ÖPNV und bieten barrierefreie Zugänge.

Gemeinsam ans Ziel

Die Doppelmayr Gruppe war für Planung, Lieferung, Bau und Montage der gesamten Seilbahn sowie der Kabinen verantwortlich. Während des Betriebs wird das Doppelmayr-Team für kompetente Wartung und Service sorgen. Arno Inauen vom Executive Board der Doppelmayr Gruppe bekräftigt die Bedeutung der neuen Seilbahn: „Die Câble C1 hat bereits jetzt eine außergewöhnliche Strahlkraft als innovative urbane Mobilitätlösung – nicht nur hier in Europa, sondern auf der ganzen Welt. Wir sind stolz, mit unserer Technologie das Verkehrsnetz im Großraum von Paris nachhaltig zu stärken. Ich bin sicher, dass diese Seilbahn ein Vorbild für viele weitere Städte sein wird.“

Für die Gesamtprojektumsetzung wurde unter der Leitung von Doppelmayr France ein Konsortium gebildet. Den Seilbahnspezialisten standen Experten für Infrastrukturplanung, Landschaftsgestaltung, Tiefbau und Architektur zur Seite. Bernard Teiller, Président von Doppelmayr France hebt die gute Zusammenarbeit der unternehmensübergreifenden Teams hervor: „Ein Seilbahnprojekt dieser Größenordnung und Bedeutung bedarf viel Koordination, Know-how und Professionalität. Wir verdanken die erfolgreiche Umsetzung Île-de-France Mobilités, den Unternehmen des Konsortiums und jeder einzelnen Person unseres großartigen Teams.“

Nach der offiziellen Eröffnungsfeier nahm die Seilbahn Câble C1 am 13. Dezember 2025 den öffentlichen Betrieb auf. Sie ist nun ein voll integrierter Bestandteil des regionalen Verkehrsverbunds. Betreiber der Anlage ist Transdev Coteaux de la Marne im Auftrag von Île-de-France Mobilités.

Bundesnetzagentur genehmigt moderate Trassenpreissteigerungen

Die Beschlusskammer Eisenbahn bei der Bundesnetzagentur hat am 12. Dezember 2025 die Trassenpreise für das Jahr 2026 genehmigt. Das von der Branche lange Zeit befürchtete Horrorszenario von bis zu 35 Prozent Preissteigerungen im Schienengüterverkehr ist dabei deutlich ausgeblieben. Dank der intensiven gemeinsamen Arbeit der Branche und nach Auffassung der Bundespolitik steigen die Trassenpreise im kommenden Jahr insgesamt nur moderat an: im Schienengüterverkehr zwischen fünf und sechs Prozent, im Schienenpersonennahverkehr um drei Prozent und im Schienenpersonenfernverkehr sinken die Trassenpreise sogar um circa ein Prozent. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) bewertet das als marktverträgliche Entscheidung.

VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff:

„Nach intensiven Monaten mit vielen Verhandlungen und Gesprächen herrscht nun endlich Gewissheit: Die Trassenpreise steigen im kommenden Jahr in einem insgesamt deutlich verträglicheren Maße als ursprünglich befürchtet. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn die Eisenbahnunternehmen schon eher Planungssicherheit für 2026 gehabt hätten. Aber immerhin haben sich die gemeinsamen Aktivitäten am Ende gelohnt, die Branche kann nun zumindest fürs kommende Jahr etwas aufatmen. Zugleich stehen aber noch maßgebliche Entscheidungen für die weitere Entwicklung der Trassenpreise aus, so zum Beispiel die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur Rechtmäßigkeit der Trassenpreisbremse im Schienenpersonennahverkehr und natürlich die Reform des deutschen Trassenpreissystems, die sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag vorgenommen hat. Wir werden diese wichtigen Prozesse weiterhin aufmerksam verfolgen und inhaltlich eng begleiten.“