Mansoori schlägt Frankfurt als Modellstandort für Zugangskontrollen in Bahnhöfen vor

Hessens Verkehrsminister und stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori begrüßt den Vorstoß von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, Zugangskontrollen an großen Bahnhöfen praktisch zu erproben. Hessen hatte bereits im März in der Verkehrsministerkonferenz vorgeschlagen, dass Bund und Länder gemeinsam prüfen, ob an großen Bahnhöfen bauliche Zugangsbarrieren eingeführt werden können. Eine Einigung kam damals nicht zustande.

„Der Bundesverkehrsminister hat Recht. Es ist gut, dass jetzt Bewegung in die Debatte kommt. Hessen hat Zugangskontrollen an großen Bahnhöfen bereits im Frühjahr in der Verkehrsministerkonferenz vorgeschlagen. Damals gab es dafür noch keine Einigung. Deshalb freue ich mich über die Unterstützung des Bundesverkehrsministers. Jetzt sollten wir es praktisch erproben. Frankfurt bietet sich als erste Modellstadt an. Hier können Bund, Land und Deutsche Bahn gemeinsam herausfinden, wie Zugangskontrollen an einem der größten Bahnknoten Deutschlands funktionieren können.“

Kaweh Mansoori

Mansoori äußerte sich anlässlich des bundesweiten Tags der Schiene. Er besuchte die Baustelle des DB-Ausbauvorhabens Bahnknoten Frankfurt-Stadion. Dort werden derzeit die Strecken rund um die Bahnhöfe Frankfurt-Stadion, Frankfurt-Niederrad und Hauptbahnhof auf rund 3,5 Kilometern von vier auf sechs Gleise erweitert. Frankfurt ist einer der bedeutendsten Bahnknoten Deutschlands. Mehr als die Hälfte des deutschen Schienenpersonenfernverkehrs wird über den Knoten geführt.

„Der Tag der Schiene zeigt sehr anschaulich, was jeden Tag auf Deutschlands Gleisen los ist. Vor allem zeigt er die Arbeit der Menschen, die Züge fahren, Strecken bauen und dafür sorgen, dass viele Millionen Fahrgäste an ihr Ziel kommen. Wenn die Bahn zuverlässiger werden und mehr Verkehr über die Schiene gehen soll, müssen aber auch die Engpässe im Netz beseitigt werden. Frankfurt-Stadion ist dafür ein gutes Beispiel. Mit zusätzlichen Gleisen schaffen wir mehr Platz und können S-Bahn, Regional- und Fernverkehr besser voneinander trennen. Mit der neuen Main-Brücke werden die Gleise zum Frankfurter Hauptbahnhof verlängert. Genau solche Investitionen braucht die Schiene“, sagte Mansoori.

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