Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die verkehrspolitischen Prioritäten der Bundesregierung als fehlgeleitet: Beim Deutschlandticket haben Bund und Länder ihre Zuschüsse bis 2030 eingefroren. Nun wurde eine Preissteigerung auf 66,80 Euro ab dem 1. Januar 2027 beschlossen. Damit wäre das Deutschlandticket innerhalb von vier Jahren um mehr als ein Drittel teurer geworden. Für die Subventionierung von Benzin und Diesel dagegen stehen innerhalb kürzester Zeit Milliarden bereit: Der ab 1. Oktober 2026 geltende Tankrabatt kostet Bund und Länder rund 2,5 Milliarden Euro. Die DUH fordert als kurzfristige Entlastung ein Deutschlandticket für 29 Euro für zwölf Monate und anschließend einen dauerhaft stabilen Preis von maximal 49 Euro. Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH:
„Beim Deutschlandticket werden Bürgerinnen und Bürger Jahr für Jahr mehr zur Kasse gebeten. Das höhlt das Versprechen einer sozialverträglichen und planbaren Finanzierung aus. Mit nur einem Teil der Milliardenkosten für den Tankrabatt hätte sich die erneute Preissteigerung beim Deutschlandticket verhindern lassen. CDU-Verkehrsminister Bilger lässt mit seiner autofixierten Politik Millionen Menschen im Stich, die auf einen bezahlbaren und zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Wer sich kein Auto leisten kann oder keines fahren kann oder will, muss trotzdem zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt. Öffentlicher Nahverkehr ist Daseinsvorsorge und gesellschaftliche Teilhabe, doch Bund und Länder machen ihn zum Verkehrsmittel zweiter Klasse. Wir fordern ein Deutschlandticket für 29 Euro für zwölf Monate und anschließend einen dauerhaft stabilen Preis von maximal 49 Euro. Zusätzlich braucht es ein bundeseinheitliches vergünstigtes 29-Euro-Ticket für bestimmte Personengruppen, eine Ausbauoffensive für Bus und Bahn und eine bundesweite Mobilitätsgarantie mit verlässlichen Mindeststandards für Stadt und Land.“









