Studie: Autonome Fahrzeuge können Qualität im ÖPNV massiv verbessern

Autonom fahrende Shuttles und Busse können Deutschlands öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf ein neues Qualitätsniveau heben. Das zeigt eine Studie im Auftrag von DB Regio, der Regionalverkehrssparte der Deutschen Bahn. Flächendeckend eingesetzt würde autonomes Fahren das Angebot für die Fahrgäste verbessern, die Verkehrsbelastung in Städten reduzieren und ländliche Gegenden besser anbinden.

Die Studie „Autonomes Fahren – Schlüssel für die Mobilität von morgen“ untersucht erstmals anhand von detaillierten Szenarien für das Jahr 2045, wie autonomes Fahren maximalen Nutzen für die Menschen in Deutschland entfalten kann. Erstellt wurde die Studie in Zusammenarbeit mit dem Software- und Verkehrsplanungs-Unternehmen ioki, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Prognos AG. Ein Expertenbeirat hat die Studie begleitet.

„Autonomes Fahren wird kommen. Die Technologie und die Gesetze für die Anwen-dung im ÖPNV sind da. Den größten Nutzen können wir daraus ziehen, wenn wir den ÖPNV grundlegend weiterentwickeln und das Angebot ausbauen – mit autonomen Shuttles, optimierten Buslinien und einer Verknüpfung zum Zug. Damit verbessern wir die Lebensqualität und die Mobilität in Städten und auf dem Land.“

Frederik Ley, Vorstand Straße bei DB Regio

„Autonomes Fahren ist kein Selbstzweck. Es ist eine große Chance, den ÖPNV als Rückgrat sozialer Teilhabe effizienter, stärker und attraktiver für Fahrgäste zu machen. Jetzt geht es darum, das in der Praxis für städtische und vor allem auch ländliche Räume zu erproben, und zwar mit Modellregionen für autonomes Fahren im ÖPNV. Der RMV ist bereit, auf diesem Weg weiterhin gemeinsam mit seinen Partnern voranzugehen und aktiv mitzugestalten.“

Knut Ringat, Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV)

„Autonomes Fahren ist mehr als Technik – es ist eine Chance, Mobilität effizient und wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten. Unser Forschungsansatz geht davon aus, dass Mobilität nicht rational, sondern tief verwurzelt in Routinen und Emotionen ist. Menschen verändern ihre Gewohnheiten nur, wenn das neue Angebot verlässlich, attraktiv und in ihr Alltagsleben passt. Das Daseinsvorsorge-Szenario zeigt: Mit einem integrierten, flächendeckenden ÖPNV-System schaffen wir nicht nur mehr Lebensqualität – wir stärken auch die deutsche Wirtschaft. Durch die Etablierung eines europäischen Marktes für autonome Mobilität entstehen neue, hochwertige Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Die Zukunft der Mobilität beginnt in den Köpfen der Menschen.“

Prof. Meike Jipp, Bereichsvorständin für Energie und Verkehr des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Laut der Studie bringt es kaum Vorteile, wenn die Technologie nur dazu genutzt wird, das vorhandene Angebot an Bussen autonom fahren zu lassen. Auch privatwirtschaftlich betriebene Robotaxis bringen kaum Verbesserung, im Gegenteil: Der Verkehr würde in Metropolen um bis zu 40 Prozent zunehmen, und im ländlichen Raum würde das Mobilitätsangebot nicht verbessert.

Den größten Nutzen brächte autonomes Fahren laut Studie dann, wenn es in den ÖPNV integriert, dieser zusätzlich ausgebaut und anders strukturiert wird. Eine zentrale Rolle in diesem für 2045 berechneten Szenario spielen selbstfahrende Shuttles. Sie bringen Fahrgäste entweder direkt ans Ziel oder sind Zubringer zum Zug und zu optimierten Buslinien, die schneller und direkter unterwegs sind als heute.

Wären rund eine Million autonome Shuttles und Busse unterwegs, lägen die durchschnittlichen Wartezeiten der Fahrgäste bis zum Einstieg bei 5 Minuten in Metropolen und bei 13 Minuten im ländlichen Raum. Letzteres wäre 50 Prozent kürzer als aktuell. Die Reisezeiten entsprächen nahezu denen des Pkw und wären in Metropolen teilweise sogar kürzer.

Women in Mobility übergibt Geschäftsführung

Women in Mobility (WiM), das führende Netzwerk für Frauen in der Mobilitätsbranche im deutschsprachigen Raum, vollzieht einen Wechsel: Nach zehn Jahren gemeinsamer Geschäftsführung übergeben die Gründerinnen Coco Heger-Mehnert, Anke Erpenbeck und Dr. Sophia von Berg die Leitung an Dr. Kerstin Wendt, Kerstin Dämon und Mady Christ. Die bisherigen Geschäftsführerinnen von Women in Mobility haben den Nachfolgeprozess konsequent an den eigenen Werten ausgerichtet: „Wir sind zu der Entscheidung gekommen, die Übergabe so zu machen, wie wir WiM verstehen: Es soll aus dem Netzwerk kommen“, sagt Anke Erpenbeck. „Wir sind nicht die, die vorgeben, wie WiM sich zu entwickeln hat. Das entsteht aus WiM heraus.“

Coco Heger-Mehnert ergänzt: „Wir haben den Übergabeprozess ganz bewusst mitwirkend gestaltet. Bei unserem jährlichen Hubtreffen haben wir offengelegt, dass wir als Geschäftsführung zurücktreten möchten – und den Nachfolgeprozess bewusst offen mit Interessierten aus dem Netzwerk entwickelt.“

Aus einem Wahlverfahren, in dem die WiM Belegschaft stimmberechtigt war, seien schließlich drei Frauen hervorgegangen, die das Unternehmen künftig weiterführen.

Loslassen als Führungsentscheidung

Die drei Gründerinnen gehen noch einen Schritt weiter: Sie verschenken das Unternehmen. „In diesem Prozess übergeben wir nicht nur eine Geschäftsführung, wir übergeben das Unternehmen als Ganzes“, sagt Dr. Sophia von Berg. „Es hat keinen Verkaufspreis, weil wir es nie aufgebaut haben, um es zu monetarisieren. Geld kann man zählen – Wirkung spürt man. Wer im Gemeinwohlbereich über Exit redet, hat sein Ziel von Anfang an verfehlt.“

Die Entscheidung zur Übergabe ist für die Gründerinnen kein Rückzug, sondern Ausdruck von Verantwortung. „Unser Loslassen ist eine Entscheidung fürs Fortbestehen“, sagt Dr. Sophia von Berg. „Wir haben WiM zehn Jahre lang mitgestaltet, aber wir haben es nie alleine getragen. Wer Loslassen als Schwäche interpretiert, verwechselt Führung mit Besitz und Macht.“

Auch Coco Heger-Mehnert sieht im Wechsel eine bewusste strategische Entscheidung für den gewählten Zeitpunkt: „WiM steht auf starken Füßen. Strukturen und Prozesse sind so gut aufgebaut und stabil, dass eine Übergabe problemlos funktionieren kann. Außerdem haben wir WiM nie so geführt, dass es auf unsere Personen zugeschnitten war – es ist eine kollektive Identität.“

Zehn Jahre Women in Mobility: Eine Erfolgsgeschichte

Was 2015 als Vernetzungsidee begann, entwickelte sich zu einer starken Community mit zwölf Hubs in Deutschland, Österreich und der Schweiz, einer internationalen Ausgründung in Großbritannien, sowie mehr als 7.000 vernetzten Expertinnen. Women in Mobility macht Frauen in der Mobilitätsbranche sichtbar, fördert Austausch über Hierarchieebenen hinweg und setzt sich für Gleichstellung, Diversität und nachhaltige Mobilität ein. Zu den Meilensteinen zählen der erste große Women in Mobility Summit in Frankfurt, der Deutsche Mobilitätspreis 2020, die digitale WiM Winter School sowie die Formulierung des Postulats zur feministischen Verkehrswende. All das wurde ehrenamtlich aufgebaut.

„Was uns getragen hat, war die Mission“, sagt Dr. Sophia von Berg. „Der dabei entstandene Wert lässt sich nicht in Vermögenszahlen messen. Es ist eine andere Form von Kapital: Sozialkapital.“ Genau dieses Sozialkapital geben die Gründerinnen nun weiter – als Fundament für die nächste Phase von Women in Mobility. Sie selbst bleiben dem Netzwerk in neuen Rollen erhalten: Coco Heger-Mehnert wird die Kooperationen mit Universitäten weiterführen, Anke Erpenbeck engagiert sich künftig im Hub Rhein-Ruhr und Dr. Sophia von Berg möchte wieder stärker fachlich wirken, unter anderem als Referentin.

Anmerkung: Auch die NahverkehrsPraxis ist dem Netzwerk sehr verbunden, u.a. ist die Redaktionsleiterin Annika Egloff-Schoenen Mitgründerin des Hubs Baden.

Ranking dokumentiert herausragende Qualität des SWEG-Zugverkehrs

Der Schienenpersonennahverkehr der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) ist von exzellenter Qualität. Das belegt das aktuelle Zugverkehrs-Qualitätsranking des Landes Baden-Württemberg für das erste Halbjahr 2025, das Anfang 2026 veröffentlicht wurde. In der Rangliste hat die SWEG drei Plätze in den Top Ten erzielt: Platz drei (mit dem Netz 12 „Ulmer Stern“), Platz fünf (mit dem Netz 14, Los 2, „Zollern-Alb-Bahn 2“) und Platz neun (mit dem Netz 9b „Freiburger Y“).

„Das ist eine hervorragende Leistung, die die Fahrgäste zu einem großen Teil unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken haben“, lobt Tobias Harms, Vorsitzender der SWEG-Geschäftsführung. „Damit gehört die SWEG zu den Besten in Baden-Württemberg.“

Besonders bemerkenswert ist der sehr gute Rang des Netzes 9b: Die SWEG-Zugverkehre im Raum Freiburg sind im Vergleich mit dem zweiten Halbjahr 2024 von Platz 17 auf Platz 9 geklettert. Ein Grund dafür ist die verbesserte Pünktlichkeit, die durch Maßnahmen zur Fahrplananpassung sowie auf der Elztalbahn durch optimierte Abstimmungen mit dem dortigen Infrastrukturbetreiber DB InfraGO erreicht werden konnte. Pünktlichkeitsfördernd wirkte sich beim Netz 9b auch aus, dass aufgrund von Baustellen auf der Rheintalbahn weniger Güterzüge unterwegs waren. Aber der Zustand der DB-Infrastruktur ist weiterhin bestimmend für unpünktliche Züge. „Es ist schon bemerkenswert: Dort, wo wir auf SWEG-eigenen Gleisen fahren, liegt die Pünktlichkeit bei fast einhundert Prozent“, merkt Tobias Harms an.

Beim aktuellen Ranking belegt die SWEG außerdem die Plätze 14 (mit dem Netz 14, Los 1, „Zollern-Alb-Bahn 1“) und 17 (mit dem Netz 8 „Ortenau“). Beim Zugverkehr der Regio S-Bahn Ortenau im Netz 8 haben sich noch Auswirkungen der Einführung der neuen Zugtechnik gezeigt. Die batterieelektrischen Züge des Typs Mireo Plus B waren im Frühjahr 2024 im Fahrgastbetrieb an den Start gegangen – zum ersten Mal in Deutschland im regulären Fahrbetrieb.      

Über das Qualitätsranking

Das Land Baden-Württemberg überprüft regelmäßig die Qualität im Schienenpersonennahverkehr und lässt die Ergebnisse zweimal pro Jahr in ein Qualitätsranking einfließen. Die kürzlich veröffentlichte Rangliste bezieht sich auf das erste Halbjahr 2025 und besteht aus 32 Plätzen. Jeder Platz steht für ein Schienenpersonennahverkehrsnetz in Baden-Württemberg, die von insgesamt sechs Eisenbahnverkehrsunternehmen bedient werden. In den Ergebnissen wird eine Vielzahl verschiedener Daten kombiniert. Die Gesamtbewertung besteht aus fünf Einzelkriterien: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Gesamtzufriedenheit der Fahrgäste gehen mit einer Gewichtung von jeweils 25 Prozent in das Ranking ein. Darüber hinaus fließen Bewertungen der Zugkapazität mit 15 Prozent und die Sauberkeit mit 10 Prozent in die Gesamtberechnung ein. Die gesamte Rangliste ist im Internet unter www.bwegt.de/qualitaet übersichtlich einzusehen.

WSW feiern 125 Jahre Schwebebahn

„2026 ist ganz Wuppertal Schwebebahn“ – unter diesem Motto starteten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) am 8. Januar ins 125-jährige Jubiläum der Schwebebahn.

„Das Jubiläum begleitet uns das ganze Jahr und wir freuen uns über alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler, die mit dabei sind“, betont Sabine Schnake, Geschäftsführerin WSW mobil. „Unser Motto ‚2026 ist ganz Wuppertal Schwebebahn‘ ist ein stolzes Statement der Verbundenheit und eine Einladung, gemeinsam in die Zukunft zu blicken. Denn bis heute steht die Schwebebahn für Verlässlichkeit, Fortschritt und die besondere Identität unserer Stadt. Ihr Jubiläum erinnert uns daran, wie wichtig eine starke, zukunftsorientierte Mobilitätsinfrastruktur für Wuppertal ist.“ 

Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff betont die Bedeutung der Schwebebahn für die Stadt:

„Unsere Schwebebahn ist die Seele unserer Stadt. Sie ist unser weltweites Unikat! Sie steht für den Pioniergeist und den Mut unserer Stadtmütter und -väter, den wir uns gerade heute wieder in Erinnerung rufen sollten: Ambitionierte Stadtentwicklungsprojekte zu wagen, Neuland zu betreten, andere Wege zu gehen. Die Schwebebahn ist nicht nur für über 80.000 tägliche Fahrgäste das unverzichtbare Herzstück unseres öffentlichen Nahverkehrs, sie ist das denkmalgeschützte Wahrzeichen und der internationale Magnet Wuppertals. Durch ihre einzigartige Technik als Hängebahn über der Wupper reduziert sie Stau und Abgase in unserer Stadt, lockt Hundertausende Touristen an und bietet eine schnelle, umweltfreundliche Verbindung zwischen unseren Stadtteilen, die sonst in unserem engen Tal auf einer 13 Kilometer langen Strecke kaum zu bewältigen wäre. Bei meiner Tochter ist es noch nicht so lange her, dass wir das erste Mal gemeinsam Schwebebahn gefahren sind. Wir sind extra in Oberbarmen eingestiegen, um einen Platz am Panoramafenster zu ergattern. Sie war wahnsinnig aufgeregt und hat es geliebt. Seither fahren wir regelmäßig manchmal einfach nur Schwebebahn ohne Anlass, weil es ihr so viel Freude bereitet.“

Seit ihrer offiziellen Betriebseröffnung am 1. März 1901 schwebt die Schwebebahn über der Wupper und heute, 125 Jahre später, steht sie erneut im Mittelpunkt einer ganzen Reihe von Veranstaltungen, die Geschichte und Zukunft verbinden. Das Jubiläumsjahr ist geprägt von Überraschungen und Aktionen. Los ging es am 8. Januar. An diesem Tag ist erstmals wieder ein Wagen in der Optik der Baureihe 1972 (GTW 72) durchs Tal geschwebt. Die WSW haben eines der heutigen Schwebebahn-Fahrzeuge orange-blau, im Design der GTW 72, gestaltet. Die gestaltete Bahn wird das ganze Jahr hindurch im regulären Schwebebahnbetrieb eingesetzt. Dies wird sicher viele Erinnerungen wecken, die es wert sind, geteilt zu werden. Wer seine persönliche Geschichte mitteilen möchte, kann dafür das Einsendeformular auf wsw-online.de nutzen. Hier sammeln die WSW das ganze Jahr über persönliche Schwebebahn-Geschichten zum 125. Geburtstag der Schwebebahn. Diese Geschichten sollen im Mittelpunkt eines Bürgerfestes stehen, das die WSW für den Spätsommer 2026 planen. Hier sind dann alle Wuppertaler eingeladen, ihre Schwebebahn zu feiern.

Für alle Liebhaber des GTW 72 haben die WSW ein weiteres Highlight im Angebot: ein neues Schwebebahnmodell im Maßstab 1:87. Dieses ist ab sofort in den WSW-Kundencentern und im Verkaufsshop des Wuppertal Marketing erhältlich. Im Laufe des Jubiläumsjahrs wird es zahlreiche weitere Merchandise-Artikel wie Buttons oder T-Shirts geben. Auch in der Stadt wird das Jubiläum sichtbar sein. Unter anderem werden Busse und WSW-Dienstfahrzeuge sowie Plakate und Fahnen das Jubiläumsmotto tragen.  Und nicht zu vergessen: Der historische Kaiserwagen wird im Jubiläumsjahr wieder auf Fahrt gehen. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, um das alte Schätzchen zum Jubiläum fein herauszuputzen und in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.   Die WSW streben an, den Kaiserwagen ab Mai wieder auf die Strecke zu bringen.

Die Deutsche Post würdigt das Jubiläum der Schwebebahn mit einer neuen Schwebebahn-Sondermarke aus der Serie „Zeitreise Deutschland“. Das Motiv zeigt im Hintergrund die Haltestelle Robert-Daum-Platz 1901 und aktuell. Die Sondermarke hat einen stark symbolischen Charakter, weil sie ein Stück Stadtgeschichte in ein kleines, sammelbares Format überträgt. Das wird nicht nur die Herzen von Philatelisten höherschlagen lassen, auch als charmantes Souvenir wird die Marke sicher großen Anklang finden. Selbstverständlich gibt es zur Sondermarke ein sammelwürdiges Ersttagsblatt. Beides wurde am 8. Januar vorgestellt.

Sabine Schnake: „Die Schwebebahn ist das Herz unserer Stadt – sie verbindet nicht nur Stadtteile, sondern auch Generationen. Auch nach 125 Jahren bleibt die Schwebebahn ein Symbol für Fortschritt und Mut. Mit Investitionen in Technik und Infrastruktur halten wir sie fit für die kommenden Jahrzehnte – als nachhaltige Lösung für die Mobilität in Wuppertal.“ 

Jelbis sechstes Jahr

Die Berliner Verkehrsbetriebe blicken sechs Jahre nach dem Start von Jelbi auf eine bemerkenswerte Entwicklung und ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Mit der Eröffnung von rund 100 neuen Jelbi-Standorten hat sich das Netz deutlich erweitert. Insgesamt gibt es nun rund 400 Standorte und etwa 70.000 buchbare Fahrzeuge in Berlin, Potsdam und Kleinmachnow. Damit sind weit über 90 Prozent der Sharing-Fahrzeuge in der Jelbi-App verfügbar. Das zeigt, wie flexibel und vernetzt moderne Mobilität als zusätzliche Ergänzung zum klassischen ÖPNV sein kann.  

Jelbi – eine für alle 

Das Angebot kommt bei Berlinern und Besuchern der Stadt gut an. Seit 2019 wurden insgesamt mehr als sieben Millionen Mieten an Jelbi-Standorten erfasst. Die Jelbi-Plattform hat sich damit als zentrale Anlaufstelle für Mobilität in der Stadt etabliert, die nahtlose Verknüpfung unterschiedlicher Angebote ermöglicht und so den Alltag vieler Pendler erleichtert. Neben der hohen Nutzungsfrequenz beeindruckt auch die Bilanz der App: Sie verzeichnet bereits über 1,2 Millionen Downloads und wird mit 4,6 von 5 möglichen Punkten in den App-Stores richtig gut bewertet. 

Ranger im Einsatz 

Um für Ordnung auf den Standorten und Bürgersteigen zu sorgen, sind wochentags mehrere Jelbi-Ranger und Fußpatrouillen im Einsatz. Die Ranger sorgen dafür, dass die Fahrzeuge vor Ort ordentlich stehen und erledigen kleine Reinigungs- sowie Reparaturmaßnahmen. Ergänzend koordiniert Jelbi die Fußpatrouillen der vier Scooter-Anbieter. Sie führen falsch abgestellte Fahrzeuge wieder zu den Stationen zurück. Mit 30.000 Begehungen in diesem Jahr leisteten beide einen wichtigen Beitrag, um Ordnung an den Standorten zu schaffen. Damit macht Jelbi Sharing „stadtverträglich“. 

Zug deutlich sicherer als Auto

Arbeitswege, Familienbesuche oder Besorgungen: Wer Zug fährt, ist deutlich sicherer unterwegs als mit dem Auto. Die Allianz pro Schiene hat für ihren jährlichen Risikovergleich erneut Zahlen der amtlichen Statistik ausgewertet. Im Auto haben Menschen in Deutschland ein um 52-mal höheres Risiko tödlich zu verunglücken, als wenn sie die gleiche Strecke im Zug zurücklegen. Das Risiko, schwer verletzt zu werden, ist im Auto sogar 140-mal höher als im Zug.

„Wenn wir Bilder von einem Unfall auf der Schiene sehen, dann brennen sich diese Bilder immer besonders in den Köpfen ein“, sagt der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. „Deshalb ist ein Blick auf die tatsächlichen Unfallzahlen im Verkehr so wichtig, denn bezogen auf die gleiche Verkehrsleistung passieren im Straßenverkehr schwere Unglücke viel häufiger als Unfälle im Zugverkehr. Die Wahrnehmung, im eigenen Auto besonders sicher unterwegs zu sein, täuscht.“ Zugfahrten sind auch deshalb mit einem geringen Verletzungsrisiko verbunden, weil Züge mithilfe von Leit- und Sicherungstechnik kontrolliert werden.

Für den Sicherheitsvergleich zwischen Pkw und Eisenbahn hat die Allianz pro Schiene die Zahl der getöteten und schwerverletzten Reisenden der vergangenen zehn Jahre ausgewertet (2015 bis 2024).

Auch im europäischen Vergleich: Eisenbahn am sichersten

Die Eisenbahn ist auch in anderen Ländern Europas das mit Abstand sicherste Verkehrsmittel. Länder wie Schweden stechen hier positiv hervor. Im Autoverkehr zeigt sich ein ungleich höheres Risiko, tödlich verletzt zu werden: Rumänien ist – wie auch schon in den Vorjahren – mit mehr als sieben Toten pro Milliarde Personenkilometer trauriger Spitzenreiter bei den tödlichen Autounfällen; gefolgt von Polen mit mehr als fünf Toten pro Milliarde Personenkilometer (Bezugszeitraum: 2014-2023).

Für jeden einzelnen Betroffenen und dessen Angehörige verursachen Verkehrsunfälle enormes menschliches Leid. Für die gesamte Gesellschaft bedeuten sie objektiv betrachtet zusätzlich eine nennenswerte finanzielle Belastung: Denn Unfälle machen mehr als 40 Prozent der sogenannten externen Kosten im Verkehr aus. Das heißt, die Kosten werden zwar von Verkehrsteilnehmern verursacht; getragen werden sie aber von der Gemeinschaft, unter anderem in Form von Krankenkassenbeiträgen und Steuern. Eine zunehmende Verkehrsverlagerung auf die Schiene reduziert deshalb nicht nur unfallbedingtes menschliches Leid, sondern verringert auch die Unfallkosten für die gesamte Gemeinschaft.

Wiener Linien Hüpfer: E-Bus auf Abruf bekommt mehr Power

Der WienMobil Hüpfer startet in der Donaustadt mit einem verbesserten Angebot in die nächste Ausbaustufe. Ab 7. Januar 2026 stehen an Werktagen insgesamt drei Fahrzeuge zur Verfügung – damit ist der E-Bus auf Abruf noch öfter für die Bewohner der Donaustadt unterwegs und erleichtert ihnen die „letzte Meile“ zu und von ihrem Wohnort. Seit dem Start im September 2023 hat der Hüpfer in der Donaustadt bereits mehr als 35.000 Fahrgäste nahe der Haustür abgeholt oder zurückgebracht.

Nach über zwei Jahren erfolgreichem Testbetrieb haben die Wiener Linien und die Wiener Lokalbahnen Verkehrsdienste wertvolle Erkenntnisse gesammelt und die dazugehörige App weiterentwickelt. Mit zusätzlichen Ressourcen für die Donaustadt wird im Jahr 2026 die Überleitung in den Regelbetrieb gestartet. Dabei wird das Mobilitätsverhalten im 22. Bezirk weiter analysiert und die App ebenfalls weiter angepasst. Bisher ist der Hüpfer bei den Fahrgästen sehr gut angekommen, was sich auch an den Rückmeldungen zeigt: Bei 9.600 Onlinebewertungen liegt der Durchschnitt bei 4,9 von 5 Punkten.

„Mit dem WienMobil Hüpfer testen wir neue Wege im öffentlichen Verkehr, wo klassische Linien an ihre Grenzen stoßen. In Außenbezirken sind die Mobilitätsanforderungen anders als in den dicht besiedelten Innenstadtgebieten. Der ausgebaute Hüpfer macht die Mobilität für die Menschen in der Donaustadt jetzt noch einfacher, schneller und flexibler.“

Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien

Um valide Vergleichsdaten zum bisherigen Testbetrieb sicherzustellen, bleibt das bestehende Betriebsgebiet des Hüpfers vorerst unverändert. Gleichzeitig wird intensiv evaluiert, welche neuen Haltepunkte künftig dazu kommen könnten, um das Netz für die Kunden noch engmaschiger zu gestalten.

Mit der Erweiterung von zwei auf drei Fahrzeuge in den Hauptverkehrszeiten wird das Angebot ab 7. Januar noch einmal ausgeweitet. So steht untertags stets die maximale Anzahl an Fahrzeugen zur Verfügung. Gebucht wird der kleine E-Bus weiterhin über die bewährte WienMobil Hüpfer App. Für die Nutzung des Hüpfers ist ein gültiger Fahrschein der Wiener Linien erforderlich, der selbstverständlich auch für alle anderen Öffis gilt.

Der WienMobil Hüpfer ist ein elektrisch angetriebener Klein-Bus auf Abruf, der Fahrgäste flexibel innerhalb eines definierten Gebiets in der Donaustadt befördert. Er ergänzt das bestehende Öffi-Angebot und erleichtert vor allem die „letzte Meile“ zu und von U-Bahn-, Bus- oder Straßenbahnhaltestellen. Fahrgäste können den rollstuhlgerechten E-Kleinbus mittels App von zahlreichen Haltepunkten buchen und sich gemeinsam an ihr Ziel bringen lassen. Anfragen mit ähnlichen Fahrtrouten werden vom System automatisch gebündelt.  

Rheinbahn erweitert Integrationsprogramm „Steig ein – Lenk mit!“

Die Rheinbahn hat gemeinsam mit dem Jobcenter Düsseldorf und der IHK Düsseldorf ihr neues Integrations- und Qualifizierungsprogramm „Steig ein – Lenk mit!“ gestartet. Passend zum „Internationalen Tag der Migranten“ am 18. Dezember stellten die Partner das Projekt vor. Das Programm verfolgt das Ziel, Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund gezielt auf eine Tätigkeit bei der Rheinbahn vorzubereiten, beispielsweise im Fahrdienst. Zugleich begegnet das Unternehmen damit dem steigenden Fachkräftebedarf im Verkehrssektor.

„Mit ‚Steig ein – Lenk mit!‘ setzen wir ein starkes Zeichen für gelebte Integration und nachhaltige Fachkräftesicherung. Die Teilnehmenden bringen wertvolle Motivation und Lebenserfahrung mit – wir unterstützen sie dabei, bei uns beruflich anzukommen und eine langfristige Perspektive zu entwickeln.“

Rheinbahn-Vorständin Annette Grabbe

Qualifizierungsphase hat begonnen

28 Teilnehmer starten nun in eine Qualifizierungsphase, die Sprachunterricht in der neu gegründeten internen Sprachschule der Rheinbahn mit praxisnahen Einblicken in den Fahrdienst und integrativen Angeboten in der Stadt und im Umland verbindet. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Düsseldorf und der IHK Düsseldorf. Auch Ingo Zielonkowsky, Leiter des Jobcenters Düsseldorf, freut sich ausdrücklich über das gemeinsame Projekt:

„Dieses Programm zeigt, wie erfolgreiche Integration funktionieren kann: strukturiert, unterstützend und praxisnah. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Rheinbahn Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund eine echte Chance eröffnen, einen gefragten Beruf zu erlernen und sich dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Unsere Vermittlungsfachkräfte laden dazu vorab die Kundinnen und Kunden ein, informieren und beraten sie intensiv über diese große Chance bei einem 
attraktiven Unternehmen.“

Auch Dr. Jürgen Holtkamp, Bereichsleiter Ausbildungsberatung, -stellenvermittlung und Projekte der IHK Düsseldorf, unterstreicht:

„Die Qualifizierung neuer Fachkräfte ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für unsere Region. ‚Steig ein – Lenk mit!‘ zeigt vorbildlich, wie Unternehmen, Institutionen und Teilnehmende gemeinsam anpacken und praxisnahe Lösungen entwickeln. Wir freuen uns, dieses innovative Programm zu unterstützen und den Einstieg in eine qualifizierte berufliche Perspektive zu ermöglichen.“

Aufbruchstimmung zum Programmstart

Rheinbahn-intern haben Antje Gutberlet, Bereichsleiterin Personal, Soziales und Organisation, und Christian Finke, Bereichsleiter Betrieb, das Projekt initiiert. Sie waren sich sofort einig: statt zum Beispiel Busschulen im Ausland zu gründen, wollen sie Menschen eine neue berufliche Heimat geben, die aus anderen Ländern bereits zu uns gekommen sind. Sie sehen darin eine vielversprechende Chance, der großen Herausforderung des Fach- und Arbeitskräftemangels bei der Rheinbahn zu begegnen. Zahlreiche Rheinbahn-Mitarbeitende unterstützen das Projekt mit großem Engagement, darunter Linda Seeger-Kinze, Leiterin Talent Management und Projektleitung, sowie Sprachlehrer Lorenz Klesse und Integrationsmanager Christian Contini. Bereits beim Auftakt herrschte spürbare Aufbruchstimmung. Rheinbahn-Personalleiterin Antje Gutberlet beschreibt den Auftakt: „In der Begrüßungsrunde lag eine besondere Energie. Vertrauen, Neugier und Miteinander – das sind die drei Grundpfeiler für einen erfolgreichen Start. Wir freuen uns darauf, die Teilnehmenden auf ihrem Weg zu begleiten.“ Für die Rheinbahn ist das Programm weit mehr als ein Qualifizierungsangebot. „‚Steig ein – Lenk mit!‘ ist ein klares Bekenntnis – zu Vielfalt, zu Chancen und zu unserer Verantwortung für die Mobilität der Stadt“, so Gutberlet. „Wer heute hilft, Menschen zu integrieren, hat morgen ausreichend Kolleginnen und Kollegen an der Seite, um einen sehr verantwortungsvollen Job zu machen“, ist sich auch Daniele Bellusci, Betriebsratsvorsitzender der Rheinbahn, sicher.

Gemeinsame Zusammenarbeit mit Jobcenter und IHK

Die enge Kooperation und Selbstverpflichtung der drei Partner sichert die Qualität und Nachhaltigkeit des Programms. Ein wesentlicher Baustein ist dabei die intensive Vorbereitung der Teilnehmer durch das Jobcenter Düsseldorf, das bereits im Vorfeld der Aktionstage durch die Vermittlungsfachkräfte für eine gezielte Auswahl und Motivation bei den Teilnehmern sorgt. Ergänzend dazu unterstützt eine Lehrkraft der Rheinbahn den berufsbezogenen Spracherwerb, so dass die Bewerber optimal auf den Einstieg in die Ausbildung vorbereitet sind. Besonders hervorzuheben ist der soziale und arbeitsmarktpolitische Erfolg: Dank des stabilen Gehaltsgefüges bei der Rheinbahn sind die Teilnehmer nicht mehr auf das Bürgergeld angewiesen und schaffen damit den nachhaltigen Übergang in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Die Erfolge unterstreichen zusätzlich die Wirksamkeit von gezielten Förderungen. Auch die IHK Düsseldorf unterstützt das Programm. Sie berät bei der Besetzung der offenen Stellen im Fahrdienst, organisiert gemeinsame Veranstaltungen (wie zum Beispiel Infotage) und baut durch sprachliche Unterstützung eine Brücke zwischen Bewerbenden und Rheinbahn.

Ablauf des Qualifizierungsprogramms

Das Projekt startet mit einem Aktionstag, an dem Teilnehmer, die das Jobcenter im Vorfeld beraten und vorgeschlagen hat, sich bewerben und einen ersten Eindruck von der Rheinbahn gewinnen können. Bei den ersten drei Aktionstagen war das Interesse sehr groß: fast 130 Personen für die jeweils 15 freien Plätze. Nach dem Aktionstag kommen die Teilnehmer für zwei Praxistage zur Rheinbahn, an denen sie den Alltag eines Fahrers aus erster Hand erleben. An diesen Tagen begleiten sie die Kollegen auf ihrer Fahrt und lernen sie kennen.

Mit Eintritt in die Rheinbahn steht einen Monat lang der Spracherwerb und die Integration im Mittelpunkt. Hier entsteht gelebte Integration durch die Rheinbahn-eigene Sprachschule und mit enger persönlicher Unterstützung durch Sprachlehrer und Mentoren. Dazu besuchen die Teilnehmer mit den Mentoren verschiedene wichtige Punkte in der Stadt und der Region, zum Beispiel Kulturinstitute, Sehenswürdigkeiten oder Museen, um die Ziele ihrer zukünftigen Fahrgäste zu erleben, aber auch, um die Stadtgesellschaft kennenzulernen und hier anzukommen.

Im zweiten Monat wird der Sprachunterricht und das Integrationsprogramm zweimal wöchentlich fortgeführt und durch Praxiseinsätze ergänzt. In den folgenden Wochen und Monaten können die Teilnehmer das bereits Gelernte in verschiedenen Fachabteilungen anwenden und vertiefen, bevor es dann in die Fahrschule oder in andere Fachbereiche, unternehmensweit bei der Rheinbahn, geht.

Dieses Programm läuft aktuell bereits mit den ersten 28 Teilnehmern, ab 2026 wird das Erfolgsmodell erweitert: Zum 1. Februar starten wieder 15 Personen, weitere fünf Gruppen folgen im Laufe des Jahres.

swa starten neue Respekt-Kampagne für rauchfreie Haltestellen

„Danke, dass du an den Haltestellen nicht rauchst“: Die Stadtwerke Augsburg (swa) starten eine neue Informationskampagne, um die Fahrgäste freundlich und charmant aufzufordern, an Haltestellen nicht zu rauchen. „Wir wollen unsere Fahrgäste im ÖPNV und an Haltestellen in aller erste Linie willkommen heißen, und die allermeisten gehen respektvoll miteinander um“, sagt swa-Geschäftsführer Rainer Nauerz. Diejenigen, die weniger rücksichtsvoll sind, werden die swa mit Hinweisschildern, Plakaten oder Durchsagen auffordern, andere nicht zu belästigen und an Haltestellen nicht zu rauchen.

Immer wieder beschweren sich Fahrgäste, dass sie an Haltestellen vom Rauch anderer belästigt werden. Oftmals ist es den Rauchern gar nicht bewusst, dass sie an Haltestellen, an denen Menschen insbesondere bei Regen unter Fahrgastunterständen zusammenstehen, andere mit dem Rauch beeinträchtigen. Meistens würde es genügen, wenn sich die Raucher einige Schritte von der Haltestelle und den anderen Wartenden entfernen. Auch wenn die swa mit Ausnahme des Königsplatzes an Haltestellen kein Rauchverbot aussprechen können, fordern sie künftig deutlicher zur Rücksichtnahme auf.

Am Königsplatz, der einzigen Haltestelle, an der die swa Hausrecht haben und Platzverweise erteilen könnten, sollen Schilder, Plakate und Durchsagen die Fahrgäste zur Rücksichtnahme auffordern. So sind seit der Eröffnung des neuen Königsplatzes 2013 an den äußeren Ecken des Haltestellendreiecks jeweils Aschenbecher und Schilder angebracht mit der Botschaft „Der Kö ist rauchfrei“. Die Schilder seien aber nur wenig auffällig. Diese werden nun deutlicher gestaltet. Auch in den Plakatrahmen im Haltestellendreieck hängen Plakate mit der Botschaft „Danke, dass du hier nicht rauchst“, an den Anzeigen laufen immer wieder Laufbänder mit der Aufforderung nicht zu rauchen und mit Durchsagen werden die Fahrgäste am Kö auch akustisch darauf hingewiesen, andere nicht mit Rauch zu belästigen.

An den 407 Haltestellen mit Fahrgastunterständen werden in den Scheiben gleichlautende Hinweise angebracht, die Beklebung beginnt vor Weihnachten an den Haltestellen mit der größten Fahrgastfrequenz. Außerdem werden in den Bussen und Straßenbahnen Durchsagen sowie Motive auf den Bildschirmen zum Nichtrauchen an den Haltestellen auffordern.

Immer wieder haben die swa mit Kampagnen auf das Nichtrauchen an Haltestellen und insbesondere am Königsplatz hingewiesen. Solche Kampagnen zeigen Wirkung, müssen aber immer wieder neu gestartet werden, um das Thema immer wieder ins Bewusstsein zu bringen. Bereits zum Jahresbeginn 2025 haben die swa in Bussen und Straßenbahnen sympathisch mit mehrsprachigen Plakaten, auf Bildschirmen und mit Durchsagen auf ein respektvolles Miteinander sowie rücksichtsvolles Verhalten im ÖPNV hingewiesen. Die Botschaft „Einfach mit Herz“ steht dabei im Mittelpunkt.

Der bekannteste Botschafter für das Rauchverbot am Kö ist der swa Roboter swa*lly. Seit 2016 weist er regelmäßig charmant auf das Rauchverbot am Königsplatz hin und wurde bereits kurz nach seinem ersten Einsatz zu einem regionalen und überregionalen Publikumsliebling. Mit seinem Schild erinnert er freundlich daran, den Glimmstängel auszumachen. Auch der swa*lly wird in den kommenden Wochen immer wieder am Kö zu sehen sein.

Vergünstigtes hvv Deutschlandticket: Senioren werden entlastet

Das hvv Deutschlandticket ist ein Erfolg: Die Zahl der Abonnenten im hvv ist seit 2019 um 63 Prozent gestiegen. Mehr als jeder zweite Hamburger hat mittlerweile ein Deutschlandticket, das ist die bundesweit höchste Marktdurchdringung. Diese Zahlen sind umso bemerkenswerter, als die Corona-Pandemie zwischenzeitlich für deutliche Fahrgastrückgänge gesorgt hat und viele Menschen nach wie vor regelmäßig im Homeoffice arbeiten. Gleichzeitig werden 20 Prozent der Fahrten mit dem hvv Deutschlandticket vom Pkw verlagert, das ist ein wichtiger Beitrag für die Mobilitätswende und damit auch für den Klimaschutz. 

Viele Menschen profitieren im hvv bereits von besonders günstigen Angeboten, so besitzen mehr als 200.000 Schüler in Hamburg das kostenlose hvv Deutschlandticket. Auch Auszubildende, Studenten und mehr als 330.000 Arbeitnehmer erhalten ihr hvv Deutschlandticket zu Sonderkonditionen. Außerdem gewährt die Stadt Hamburg den Sozialrabatt für Menschen im Leistungsbezug. Auch im Umland werden günstige Fahrkarten für Schüler und Auszubildende angeboten. 

Ab dem 1. Mai 2026 kommen auch Hamburgs Senioren in den Genuss von Vergünstigungen. Das neue hvv Deutschlandticket für Senioren in Hamburg kostet dann für alle Menschen ab 67 Jahren nur noch 49 Euro (statt regulär 63 Euro). Damit bleiben jedem Senior jährlich 168 Euro mehr im Portemonnaie. Alle Hamburger Senioren, die bereits ein hvv Deutschlandticket haben, werden rechtzeitig vor dem 1. Mai persönlich angeschrieben und über das neue Angebot informiert. 

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: 

„Die Maßnahme reiht sich ein in ein ganzes Bündel von Ticketoptionen rund ums Deutschlandticket – die Produktfamilie ist damit komplett: Mit dem Schüler-, Azubi- und Semesterticket machen wir die nächste Generation mobil, mit dem bundesweit sehr günstigen Sozialticket ermöglichen wir vielen Leistungsbeziehern die Teilhabe. Und mit dem geplanten Zuschuss zum Deutschlandticket für alle städtischen Beschäftigten ab 1. April 2026 ziehen wir mit vielen privaten und öffentlichen Arbeitgebern gleich. Das alles lassen wir uns was kosten: Zur Finanzierung des Deutschlandticket selbst stellt Hamburg strukturell 130 Millionen Euro bereit. Die Ticketsubventionen addieren sich zukünftig auf rund 200 Millionen Euro pro Jahr – inklusive der 6 Millionen Euro ab 2026 für das Seniorenticket (ein ganzes Jahr kostet gut 9 Millionen Euro). Zusammen mit Leistungsbestellungen und Verlustausgleichen (über die städtische HGV) wendet die Stadt für den ÖPNV schon ohne Investitionen damit über eine Milliarde Euro pro Jahr auf.“