Die Sicherheitsbilanz der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) für 2025 zeigt: Die Maßnahmen im BVG-Netz wirken. Deutschlands größtes Nahverkehrsunternehmen investiert so viel wie noch nie in Sicherheit und Sauberkeit – und setzt mit dem Projekt „Sicherheitsradar“ künftig verstärkt auf eine ereignisbasierte Videodetektion, die Gefahrensituationen erkennt und umgehend an die Sicherheitsleitstelle meldet.
Im Jahr 2025 wurden im Bereich der BVG rund 16 Prozent weniger Straftaten registriert als im Vorjahr. Damit liegt die Zahl auf dem niedrigsten Stand seit über zehn Jahren. Auch die Zahl der Vorfälle gegenüber Beschäftigten ist deutlich zurückgegangen (minus 18 Prozent). Angesichts von rund 1,1 Milliarden Fahrgastfahrten im Jahr 2025 – nahezu zurück auf Vor-Corona-Niveau – bleibt der öffentliche Nahverkehr in Berlin damit insgesamt weiter sicher. Zu den zentralen Hebeln gehören mehr sichtbare Präsenz mit rund 250 Sicherheitskräften rund um die Uhr, intensivere Streifen mit der Polizei (von 1.587 im Jahr 2024 auf 1.708 im Jahr 2025) sowie verstärkte Prävention und technische Unterstützung. Gleichzeitig gilt: Jeder Vorfall ist einer zu viel.
Mehr Präsenz und Rekordinvestitionen zeigen Wirkung
Die BVG hat ihre Investitionen in Service und Sicherheit im Jahr 2025 auf rund 105 Millionen Euro erhöht, so viel wie noch nie. Gleichzeitig wurde die Sicherheitsleistung deutlich gesteigert: Mit durchschnittlich 2.275 Einsatzstunden pro Tag liegt sie klar über dem Vorjahresniveau.
Parallel zur objektiven Sicherheitslage hat sich auch das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste verbessert. Besonders deutlich zeigt sich das am Innovationsbahnhof Kottbusser Tor: Hier stieg bei Umfragen der Anteil der Fahrgäste, die sich sicher fühlen, innerhalb eines Jahres von 36 auf 58 Prozent.
Sicherheit, Sauberkeit und Orientierung werden gezielt zusammengedacht. Maßnahmen wie bessere Einsehbarkeit von verwinkelten Ecken, klare Wege zur Notruf- und Informationssäule oder intensivere Reinigung wurden im laufenden Betrieb erprobt – und werden nun schrittweise verstetigt.
Blick in die Zukunft: KI-Sicherheitsradar als nächster Entwicklungsschritt
Aufbauend auf diesen Erfahrungen geht die BVG den nächsten Schritt und startet einen Piloten mit KI-gestützter Videodetektion. Ein entsprechendes Projekt am Kottbusser Tor – auch im öffentlichen Raum – wird aktuell vorbereitet. Die notwendigen Abstimmungen zu Datenschutz und Technik laufen bereits. Zum Start des Piloten erhalten Fahrgäste über einen QR-Code direkt am U-Bahnhof schnellen Zugang zu allen wichtigen Informationen.
Der Schutz der Infrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung für einen stabilen Betrieb. Störungen im Gleis- oder Anlagenbereich wirken sich direkt auf die Fahrgäste aus. Die Technologie hilft, Situationen wie Brand- und Rauchentwicklung, herrenloses Gepäck oder Personen im Gleisbereich frühzeitig zu erkennen, noch schneller zu reagieren, und sorgt so für mehr Stabilität im Netz.









